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| 08:17 Uhr

Sturmtief "Thomas" deckt Dach in Guben ab

Unwetter
Unwetter FOTO: (128660570) | Fotlia
Lausitz. Sturmtief "Thomas" hat in der Lausitz kaum Schäden verursacht. In Guben wurde allerdings das Dach eines Hauses abgedeckt. In Neuhausen/Spree fiel ein Baum auf die Gleise, legte zeitweise den Zugverkehr lahm. Die Kameraden in der Lausitz mussten über Nacht 16 Mal raus. lsc/dpa

Sturmtief „Thomas“ hat in Berlin und vielen Teilen Brandenburgs vor allem leichte Schäden angerichtet.

Etwas heftiger traf es die Kleinstadt Guben (Spree-Neiße), dort deckte der Sturm am Freitagmorgen die komplette Dachschicht eines Wohnhauses ab, wie die Stadt mitteilte. Die Schweißbahnen des Flachdaches fielen in den Innenhof, verletzt wurde niemand. Auch Teile des Mauerwerks und Dachbleche lösten sich. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten aber in ihren Wohnungen bleiben, weil die Holzkonstruktion des Daches standhielt, wie es weiter hieß.

Auf der Autobahn 10 kam ein Autofahrer mit dem Schreck davon. Bei Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) wurde sein Kleinlastwagen am frühen Freitagmorgen von einer Windböe erfasst und gegen die Mittelleitplanke gedrückt, sagte ein Polizeisprecher in Potsdam. Das Fahrzeug kippte um, wobei sich der Fahrer leicht verletzte.

In Neuhausen/Spree kippte ein Baum auf die Bahngleise und legte zeitweise den Bahnverkehr zwischen Cottbus und Görlitz lahm. Betroffen war etwa der OE65 der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG). Es fuhren Ersatzbusse.

Das sind die größten Schäden oder Probleme, die Thomas verursacht hat. Im Rest der Lausitz sorgte er für umgekippte Bäume und Telefonmasten. Im Schenkendöberner Ortsteil Grano lag ein Mast auf der L46, in Welzow ist ein Baum auf die Partwitzer Straße gekippt, in Lauchhammer haben sich an einem Supermarkt die Platten einer Einkaufswagenüberdachung gelöst. In Neupetershain fiel ein Baum auf die Vattenfallstraße und hinderte einen Bus am Durchkommen. In Gröden traf es ebenfalls einen Baum.

In Großräschen-Dörrwalde machte Thomas einen Baum dem Erdboden gleich. Zwischen den Senftenberger Ortsteilen Niemtsch und Peickwitz hielt es ebenfalls einen Baum nicht mehr auf dem Boden, er fiel auf die Straße. In Kerkwitz-Schlacksdorf kippte ein Baum um, zudem musste ein Telefonmast von der Feuerwehr gesichert werden, der drohte umzukippen. Auf der L 63 zwischen Schraden und Schraden Nord sorgte ebenfalls ein Baum für Behinderungen. In Werben (Spreewald) wurde an der Schmogrower Straße ein Baum entwurzelt, kippte auf die Fahrbahn.

Die Feuerwehr Ostsachsen ist heute Nacht 19 Mal ausgerückt. In Hoyerswerda sind mehrere Bäume entwurzelt wurden: In der Dillinger Straße, in der Bautzener Straße und auf der B97 auf Höhe des Pit Stop sind Bäume auf die Straße gekippt. In Seidewinkel stürzte in der Nähe des Toom-Baumarktes ein Baum auf die Fahrbahn. In Königsbrück erwischte es in der Großenhainer Straße ebenfalls einen Baum. In Seifersdorf krachte ebenfalls ein Baum um. In der Pulsnitzer Forststraße fiel ein Telefonmast um, auch Bäume machten schlapp.

Im Süden des Landes rückte die Feuerwehr wegen des Sturmtiefs deutlich häufiger aus als an durchschnittlichen Tagen - in der Nacht zum Freitag gab es demnach 37 Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume und Telefonmasten.

In Berlin war die Lage noch entspannter. Es gab zwei Fälle in denen sich Bleche gelockert hatten, wobei die Feuerwehr nicht eingreifen musste, sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. „Berlin wurde verschont“, so der Sprecher. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob seine Unwetterwarnung für die Region in der Nacht zum Freitag wieder auf.