Die Deutsche Bahn und das Energieunternehmen Leag wollen mit Blick auf den Strukturwandel bei Personalentwicklung und Ausbildung enger zusammenarbeiten. Etwa 100 Mitarbeitende der Leag sollen nach DB-Angaben für 2022 ein Arbeitsplatzangebot erhalten und für das neue ICE-Instandhaltungswerk in Cottbus qualifiziert werden. Das Interesse bei entsprechenden Informationsveranstaltungen sei sehr groß gewesen, berichtete Ramona Grün, Geschäftsführerin Personal der DB Fahrzeuginstandhaltung. „Wir sind froh, dass die Deutsche Bahn hier Chancengeberin für die vom Strukturwandel betroffenen Menschen sein wird.“ Die neuen Jobs wurden in einer Kooperationsvereinbarung zwischen DB und Leag festgeschrieben.
Eingestellt werden sollen unter anderem Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker. Bis 2024 will die Deutsche Bahn mehr als 500 neue Mitarbeitende an Bord holen, 2026 sollen noch einmal 700 neue Stellen dazukommen. Insgesamt sollen durch das neue Werk in Cottbus 1200 neue Industriearbeits- und Ausbildungsplätze entstehen.

Einstellungen in Cottbuser-Bahnwerk schon ab 2022

In den kommenden Wochen bietet die Bahn dazu nach eigenen Angaben Beratungs-und Informationstermine an. Für die Arbeiten an den Schienenfahrzeugen seien umfangreiche Qualifizierungen notwendig, hieß es vom Unternehmen. Das technische Knowhow solle mittels Trainings und Praxiseinsätzen vermittelt werden. Aus diesem Grund erfolgten die Einstellungen mit einem Arbeitsvertrag für das Werk Cottbus schon ab 2022, um für die Inbetriebnahme der ersten Instandhaltungshalle im Jahr 2024 das Team an Bord zu haben.
Die Leag, die Deutsche Bahn und die Landesregierung zögen gemeinsam an einem Strang, um den Wandel aktiv und im Sinne der Menschen in der Region zu gestalten, sagte der Staatssekretär im Brandenburger Wirtschaftsministerium, Hendrik Fischer. Die Kooperation beider Unternehmen zeuge von der gemeinsamen Verantwortung, insbesondere auch jungen Menschen in der Region eine echte, attraktive berufliche Perspektive zu bieten.
Das Werk ist das erste große Vorhaben, das auf Basis des Strukturstärkungsgesetzes des Bundes finanziert wird. Vorgesehen sind daraus Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro. Bund und Länder unterstützen mit dem Gesetz die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen in Brandenburg, Sachsen, in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen beim Aufbau zukunftsfähiger Arbeitsplätze und neuer Wirtschaftsstrukturen.