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| 09:30 Uhr

Nach der rechtsradikalen Altmarkt-Aktion
LKA ermittelt wegen Strafvereitelung gegen Cottbuser Polizisten

Hier im Landeskriminalamt Brandenburg haben die Ermittlungen gegen Cottbuser Polizisten begonnen.
Hier im Landeskriminalamt Brandenburg haben die Ermittlungen gegen Cottbuser Polizisten begonnen. FOTO: picture-alliance/ ZB / Nestor Bachmann
Cottbus/Potsdam. Nach einer Ku-Klux-Klan-Aktion auf dem Cottbuser Altmarkt im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Aufstieg des FCE ermittelt nun das Landeskriminalamt gegen Polizisten, die sich dort im Einsatz befanden. Von Frank Hilbert

„Am Mittwoch haben die Ermittlungen des Landeskriminalamtes gegen mehrere Polizisten wegen des möglichen Verdachts der Strafvereitelung im Amt begonnen“, bestätigte der Sprecher des Potsdamer Polizeipräsidiums Torsten Herbst am Donnerstagmorgen auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Über alles weitere dazu werde Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) heute die Mitglieder des Landtags informieren.

Mit dem Rücken zu Hunderten Feiernden hatten am Sonntag einige Maskierte am Rande des Altmarktes für wenige Minuten ein Banner mit Anspielung auf einen Adolf-Hitler-Film und dem Symbol des Ku-Klux-Klan entrollt. Auf dem Banner war zu lesen „Aufstieg des Bösen“. Einige Maskierte trugen dabei die für den Ku-Klux-Klan typischen weißen Kapuzen. Im Anschluss daran kursierte ein Foto von der Aktion im Internet.

Wie Polizeisprecherin Ines Filohn am Mittwoch sagte, hätten Polizisten, die am Altmarkt im Einsatz waren, die Kapuzen zwar wahrgenommen, das Plakat hätten sie aber nicht einsehen können. Filohn wörtlich: „Den Zusammenhang mit dem für sie nicht sichtbaren Banner konnten die Kollegen nicht herstellen.“ Das seien jedoch nur erste Ergebnisse der routinemäßigen Auswertung dieses Polizeieinsatzes gewesen.

Offenbar hat nun die weitere Auswertung zu Erkenntnissen geführt, die die Ermittlungen des Landeskriminalamtes erforderlich machen.