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Stiftung für Lausitzer Strukturwandel

Großräschen. Die Lausitz spricht weiter mit vielen Stimmen in Sachen Strukturwandel – zumindest haben zurzeit agierende Institutionen daran am Freitag in Großräschen keinen Zweifel gelassen. Aus Sicht der Innovationsregion Lausitz GmbH oder der Lausitzrunde sei dies auch nicht erforderlich. Ch. Taubert

Immerhin werde ein gemeinsames Ziel verfolgt: Die Region soll als Industriestandort auch nach der Kohle erhalten bleiben.

Vor der Enquete-Kommission des Brandenburger Landtages, die sich auf den IBA-Terrassen mit diesem Zukunftsfeld vor dem Hintergrund des demografischen Wandels beschäftigt, warb der Senftenberger BTU-Professor Stefan Zundel dennoch für ein gemeinsames Dach. Der Wissenschaftler, der federführend ein Gutachten zu diesem Thema für das Potsdamer Wirtschaftsministerium erarbeitet hat, verwies mehrfach etwa auf die Form einer Stiftung.

Der BTU-Experte für Energie- und Umweltökonomik begründete eine Stiftung unter anderem damit, dass Strukturwandel für eine Region in mehr als zwei Jahrzehnten gedacht werden müsse. Deshalb komme es darauf an, ein Gremium zu schaffen, das über einen langen Zeitraum an dem Thema - unabhängig von politischen Legislaturperioden - dranbleiben kann. Dabei die sächsische Lausitz mit einzubeziehen, "was bisher schon gut funktioniert hat", darauf verwies der Potsdamer Wirtschafts-Staatssekretär Hendrik Fischer.

Der Lausitz e i n Leitbild zu geben, ist vor dem Landtagsgremium ebenfalls abgelehnt worden. Lediglich Zundel hat dafür plädiert, zumindest einige strategische Pflöcke einzuschlagen.