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| 16:05 Uhr

Zahlen von Bund und Ländern
Statistik: Brandenburger sind viel arbeitende Wenigverdiener

 (Symbolbild Arbeit) Statistische Daten zeigen: Brandenburger arbeiten sehr lange, verdienen aber relativ wenig.
(Symbolbild Arbeit) Statistische Daten zeigen: Brandenburger arbeiten sehr lange, verdienen aber relativ wenig. FOTO: fancycrave1/pixabay
Potsdam/Berlin. Eine Auswertung von Zahlen der Statistischen Ämter zeigt, dass Brandenburger im im bundesweiten Vergleich vergleichsweise lang arbeiten, aber auf der anderen Seite relativ wenig verdienen.

2018 lag der Bruttoarbeitslohn je Arbeitnehmer im Schnitt bei 29 605 Euro. Weniger erhielten Arbeitnehmer nur in Mecklenburg-Vorpommern (28 520 Euro). Das ergaben Daten der Statistischen Ämter von Bund und Ländern, die die Linke-Bundestagsfraktion ausgewertet hat. Bundesweit verdienten Menschen 35 229 Euro. Spitzenreiter ist Hamburg (41 785 Euro).

Zugleich arbeiteten Brandenburger mit 1355 Stunden je Arbeitnehmer am drittlängsten. Auf mehr Stunden kamen Beschäftigte in Sachsen-Anhalt (1373) und Thüringen (1370). Bei den Arbeitsstunden lag der Schnitt bundesweit bei 1305 Stunden. Beim Arbeitsvolumen wurden die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden am jeweiligen Arbeitsort. Nicht einbezogen wurden etwa Urlaub, Elternzeit oder Krankheit. Auf die wenigsten Stunden kamen Menschen im Saarland (1269), in Rheinland-Pfalz (1275) und Nordrhein-Westfalen (1276).

In den alten Bundesländern kamen Arbeitnehmer im Schnitt auf 1295 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1351 Stunden (plus 56). Wird Berlin zum Westen gezählt, sind es im Osten 61 Stunden mehr. Die Jahres-Bruttolöhne je Arbeitnehmer waren im Westen mit 36 088 Euro um knapp 4900 Euro höher als in den neuen Ländern mit 31 242 Euro.

(dpa/lsc)