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Städte- und Gemeindebund setzt auf ländlichen Raum

Potsdam.. Angesichts sinkender Einwohnerzahlen hat der brandenburgische Städte- und Gemeindebund die Bürger im Land auf Einsparungen in den Kommunen eingeschworen.

"Es wird nicht mehr möglich sein, dass jede Kommune jede Leistung anbietet", sagte Ver bandspräsident Werner Große vor einer Mitgliederversammlung gestern in Potsdam.
Mehr interkommunale Zusammenarbeit sei das Gebot der Stunde, ergänzte Geschäftsführer Karl-Ludwig Böttcher. Auch Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) mahnte, man müsse "stärker als in der Vergangenheit auf Kooperation der Kommunalverwaltungen setzen". Als Beispiele nannte Böttcher Kooperationen und Fusionen bei der Wasserver- und -entsorgung oder die Zusammenlegung von Schulen. "Überall Schulen zu erhalten - das ist illusorisch", sagte er. Auch die Schließung kommunaler Krankenhäuser müsse "auf den Prüfstand".
Böttcher betonte allerdings, es dürfe nicht der Eindruck erweckt werden, dass der ländliche Raum "abgehängt" werde. Vielmehr müssten dessen Potenziale besser genutzt werden. "Das ist mehr als nur der Vorgarten", sagte Böttcher.
In einem Positionspapier ruft der Städte- und Gemeindebund dazu auf, den demographischen Wandel in Brandenburg anzuerkennen und "Anpassungsstrategien" zu entwickeln. (dpa/ta)