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| 16:23 Uhr

Regionalmarketing
Staatskanzlei-Chef lobt Confiserie „Felicitas“

Goedele Matthyssen.von der Confiserie Felicitas Hornow-Wadelsdorf ist immer nah am Kunden. Hier empfiehlt sie während einer Veranstaltung leckere Kostproben.
Goedele Matthyssen.von der Confiserie Felicitas Hornow-Wadelsdorf ist immer nah am Kunden. Hier empfiehlt sie während einer Veranstaltung leckere Kostproben. FOTO: Michael Helbig/mih1
Potsdam. Betriebe, die auf regionale Produkte setzen und sich damit für ihre Heimat-Region stark machen, gibt es immer mehr. Staatskanzlei-Chef Kralinski spricht von einem „neuen Trend“. Er soll helfen, Brandenburg bekannter zu machen.

Spargel- und Kartoffelbier oder Spreewaldgurken aus Schokolade – ob diese Mischungen zusammen passen, ist wohl wirklich „Geschmackssache“. Doch eins haben die Produkte, die am Mittwoch in der Staatskanzlei in Potsdam zum Probieren bereit lagen, gemein: Ihre Hersteller setzen auf Regionalität. Laut Staatskanzlei tun das immer mehr Unternehmen in Brandenburg und fördern damit das Vorankommen der Region. Neben der Globalisierung gebe es auch eine „Sehnsucht nach Heimat“ und einen „Trend zur Regionalität“, sagte Staatskanzlei-Chef, Thomas Kralinski.

Vier Betriebe wurden vorgestellt. Sie sei sicher die „süßeste Botschafterin Brandenburgs“, so Kralinski zur Confiserie „Felicitas“ in Hornow-Wadelsdorf. Die Spreewald-Gurke aus Schokolade, die das belgische Paar Goedele Matthysen und Peter Bienstmann in der Lausitz herstellt, hat die Region bis nach Köln ins Schokoladenmuseum bekannt gemacht. Die Pralinen werden zwar mit Schokolade nach belgischem Rezept hergestellt, setzen jedoch, wie Matthysen erläuterte, mit ihren Schoko-Formen, wie der Gurke in Grün mit sauer Schokocreme, Akzente für die Region.

Auch das Unternehmen „Werder Frucht“ leistet laut Kralinski seinen Beitrag für das „Regionalmarketing“ des Landes Brandenburg. Das Unternehmen mit Sitz in Groß Kreutz (Havel) baut Früchte und Gemüse an. Die Regionalmarke „Von hier“ wird in Brandenburg und Berlin vertrieben.

Und in Berlin selbst wird ein „Brandenburger Fähnchen“ hoch gehalten, wie Kralinski sagte. Der Betrieb „Brandenburgerie“ sitzt in Berlin-Pankow und bietet von der Spreewaldgurke bis Schaumwein aus Brandenburg eine breite Palette an regionalen Produkten an. „Brandenburg ist der Gemüsegarten Berlins“, sagte Inhaber Thomas Skorloff. Das müsse man nur noch den Berlinern erklären. Mittlerweile arbeitet der erst 2016 eröffnete Betrieb am Kollwitzplatz mit 50 Erzeugern aus Brandenburg zusammen. In einigen Bereichen gäbe es jedoch eine Unterversorgung: „Käse dürfte es ruhig mehr sein“, so Skorloff.

Mit der Präsentation am Mittwoch hofft Kralinski auf noch mehr Unternehmen, die durch den Vertrieb von Brandenburger Produkten die regionale Entwicklung voranbringen. Im Haushaltsplan 2018 sind für das Landesmarketing, wozu auch das Regionalmarketing gehört, insgesamt eine Millionen Euro vorgesehen.

(dpa/fh)