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| 14:48 Uhr

Staatsanwaltschaft hebt Haftbefehle auf
Vorwurf der Vergewaltigung an 15-Jähriger entkräftet

Die Staatsanwaltschaft Cottbus sieht nach intensiv geführten Ermittlungen den Vorwurf der Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Königs Wusterhausen als entkräftet an.
Die Staatsanwaltschaft Cottbus sieht nach intensiv geführten Ermittlungen den Vorwurf der Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Königs Wusterhausen als entkräftet an. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Königs Wusterhausen. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat die Haftbefehle gegen zwei junge Männer, die am 20. November in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) eine 15-Jährige auf einer öffentlichen Toilette sexuell missbraucht haben sollen, aufgehoben respektive gar nicht erst erlassen.

Nach intensiv geführten Ermittlungen, Zeugenvernehmungen und Auswertung von Sachbeweisen hätten sich die Vorwürfe nicht bestätigt, teilt Bernhard Brocher, Leitender Oberstaatsanwalt, mit.

Die 15-Jährige hatte am 22. November den sexuellen Missbrauch bei der Polizei angezeigt. Gegen einen 21-Jährigern war sofort Haftbefehl erlassen worden, nach dem zweiten Tatverdächtigen gesucht worden.

Laut Staatsanwalt Brocher habe der Mann „die Tat in Abrede gestellt“ und angegeben, „nicht am Tatort gewesen zu sein“. Die 15-Jährige wiederum habe den Mann, „obwohl sie ihn persönlich kennen will, im Rahmen einer Wahllichtbildvorlage nicht als den zweiten Täter identifiziert“. Und die gehörten Zeugen konnten die Vorwürfe nicht bestätigen, so Bernhard Brocher.

Die Ergebnisse der Spurenauswertung hätten den Tatvorwurf ebenfalls nicht erhärten können, sondern haben die Tatverdächtigen entlastet. Daher sei ein dringender Tatverdacht nicht mehr zu belegen.

Die Staatsanwaltschaft habe deshalb heute nicht nur von einem Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen den zweiten Tatverdächtigen abgesehen, sondern zudem die Aufhebung des Haftbefehls gegen den Hauptverdächtigen beantragt, dem das Amtsgericht folgen wird.

Die polizeilichen Ermittlungen dauern laut Oberstaatsanwalt weiter an.

(red/SvD)