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Kriminalität
Spreng- oder Brandsatz in Potsdamer Innenstadt entschärft

Polizisten sperren die Straßen um einen Weihnachtsmarkt in der Potsdamer Innenstadt ab.
Polizisten sperren die Straßen um einen Weihnachtsmarkt in der Potsdamer Innenstadt ab. FOTO: Christian Pörschmann / dpa
Potsdam. In der Potsdamer Innenstadt wird ein verdächtiges Paket abgestellt. Die Polizei sperrt den Bereich schnell ab und entschärft den verdächtigen Gegenstand. Die Hintergründe sind zunächst unklar.

Nahe einem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt von Potsdam ist am Freitag ein Paket gefunden worden - offensichtlich mit einem Spreng- oder Brandsatz. Der betroffene Bereich - darunter der Weihnachtsmarkt und zahlreiche Geschäfte - wurde geräumt, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Das Paket wurde entschärft. Medien berichteten von einem Knall. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Von einer Terrorlage war zunächst nicht die Rede.

In dem Paket war zuvor durch Spezialkräfte der Bundespolizei ein „Gefahrenstoff“ festgestellt worden. Die Polizei sprach in dem Zusammenhang von einer «Unkonventionellen Spreng- oder Brandvorrichtung». Dieser Begriff wird häufig für eine Bombe benutzt.

Das Paket war am Nachmittag laut einem Bericht der „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (PNN) von einem Boten bei einer Apotheke abgegeben worden. Der Apothekeninhaber sagte den PNN, beim Auspacken habe man gemerkt, „dass da so komische Drähte herausguckten“. Daraufhin sei das Paket sofort aus der Apotheke getragen worden und man habe die Polizei informiert. Die Polizei sperrte vorsorglich einen Bereich um den Fundort ab. Sie informierte auf Twitter über das Geschehen.

Anfang der Woche waren in Deutschland zahlreiche Weihnachtsmärkte eröffnet worden. Die Sicherheitsvorkehrungen waren nach dem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt vor fast einem Jahr bundesweit verschärft worden. In vielen Städten wurden Betonbarrieren aufgestellt. Gleichzeitig appellierten Politiker an die Menschen, sich durch die Terrorbedrohung nicht einschüchtern zu lassen.

Am 19. Dezember 2016 war der Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Markt an der Berliner Gedächtniskirche gefahren. Er tötete 12 Menschen und verletzte mehr als 70.

(dpa)