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Spreewaldgurken verstecken sich

Saure Gurken zum offiziellen Start der Gurkenernte im Spreewald – im vergangenen Jahr erfolgte dieser am 21. Juni, also auch vergleichsweise spät.
Saure Gurken zum offiziellen Start der Gurkenernte im Spreewald – im vergangenen Jahr erfolgte dieser am 21. Juni, also auch vergleichsweise spät. FOTO: dpa
Lübben. Das berühmteste Produkt des Spreewaldes lässt auf sich warten: Die Spreewaldgurken-Ernte verzögert sich. Voraussichtlich in der zweiten Junihälfte wird die Saison starten, wie der Spreewaldverein, in dem die Anbauer organisiert sind, in Lübben (Dahme-Spreewald) mitteilte. Anna Ringle

Normalerweise geht es Mitte Juni los, zum Teil gab es auch schon Jahre, in denen bereits Anfang Juni geerntet wurde. Als Grund nannte der Verein Frostnächte im Frühjahr, die einen Teil der Pflanzen zerstört hätten. Es musste nachgepflanzt werden.

Heftig traf es zum Beispiel die Agrargenossenschaft Unterspreewald in Märkische Heide (Dahme-Spreewald). Rund 70 Prozent des Bestandes musste nachgepflanzt werden, wie es von dem Betrieb hieß. Noch jetzt sei man damit beschäftigt.

Ob sich der spätere Erntestart auf den Ertrag der Gurken auswirken wird, sei nicht absehbar, hieß es vom Spreewaldverein. Allein ein verzögerter Start lasse noch keine Rückschlüsse zu. Es komme vor allem auf das Wetter im Verlauf der Erntezeit an.

Im vergangenen Jahr holten die Anbaubetriebe etwa 29 000 Tonnen Einlege- und Schälgurken von den Spreewälder Feldern mit einer Größe von rund 500 Hektar. Das war etwas weniger als 2015, als rund 31 000 Tonnen geerntet wurden. Der Spreewald ist das zweitgrößte Anbaugebiet in Deutschland. Nur in Bayern gibt es noch größere Felder.

Seit 1999 ist die Bezeichnung Spreewald-Gurke von der EU geschützt. Das bedeutet, dass nur Gurken aus dieser Region so genannt werden dürfen.