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| 18:29 Uhr

Auf der Suche nach einem Kompromiss
Krisenrunde zur B 169 in Potsdam

Potsdam. Landräte, der Cottbuser Oberbürgermeister und die Verkehrsministerin suchen Kompromisse.

Die Zukunft des Lkw-Verkehrs auf der B 169 ist heute Thema einer Krisenrunde im Potsdamer Infrastrukturministerium. Ministerin Kathrin Schneider (SPD) hat dazu die Landräte aus den Kreisen Spree-Neiße, Harald Altekrüger (CDU), und Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze (parteilos), eingeladen. Mit am Tisch sitzen soll auch der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Gemeinsam wollen die Ministerin und die Kommunalpolitiker einen bisher scheinbar unlösbaren Widerspruch aus dem Weg räumen.

Anwohner der B 169 in Klein Oßnig hatten vor dem Cottbuser Verwaltungsgericht faktisch eine Sperrung der wichtigen Lausitz-Magistrale für den Lkw-Verkehr erstritten. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Cottbuser Entscheidung vollumfänglich bestätigt hatte, kündigte OSL-Landrat Heinze an, die Strecke ab Allmosen für den Lkw-Verkehr zu sperren. Der Landkreis Spree-Neiße dagegen setzt auf eine Lösung des Problems mit Schallschutzfenstern. Das lehnen die erfolgreichen Kläger entschieden ab. Die Stadt Cottbus befürchtet bei einer Sperrung der B 169 wegen des Ausweichverkehrs fatale Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung im Stadtteil Gallinchen. Das Land wiederum setzt auf den Bau einer Umgehungsstraße, deren Realisierung ist bisher aber nicht in Sicht.

Vor der Runde in Potsdam war von den Beteiligten nichts Konkretes, geschweige denn Ansätze einer möglichen Lösung zu erfahren. Keiner wollte vor der Zusammenkunft neues Öl ins Feuer gießen. Aus dem Ministerium hieß es sehr zurückhaltend nur, man wolle mögliche Kompromisse ausloten.