ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:30 Uhr

Späte Wahrheit: Kein Luftdrehkreuz für die Hauptstadt

(FILE) The terminal building of the Berlin Brandenburg Airport in Berlin, Germany, 23 June 2014. After problems with the fire safety systems, the date for the opening of the airport is still no where in site. Photo: MICHAEL KAPPELER/dpa (zu: "Keiner will Flughafen-Generalplaner werden - Pop: Weitere Verzögerung" vom 01.08.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++
(FILE) The terminal building of the Berlin Brandenburg Airport in Berlin, Germany, 23 June 2014. After problems with the fire safety systems, the date for the opening of the airport is still no where in site. Photo: MICHAEL KAPPELER/dpa (zu: "Keiner will Flughafen-Generalplaner werden - Pop: Weitere Verzögerung" vom 01.08.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Michael Kappeler (dpa)
Gadsdorf. Fast 20 Jahre nach der Standort-Entscheidung für den künftigen Hauptstadtflughafen BER, hat Brandenburgs ehemaliger Ministerprädent Manfred Stolpe (SPD) jetzt zum ersten Mal gesagt, wer verhindert hat, dass Berlin und Brandenburg ein internationales Luftdrehkreuz bekommen. si

Bei einer Parteiveranstaltung in Gadsdorf (Teltow-Fläming) redete der Ex-Politiker Klartext und beendete damit so manche Spekulation. Nicht die Bedenken der Berliner CDU oder von Naturschützern hätten dafür gesorgt, dass der BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) statt in Sperenberg (Teltow-Fläming) gebaut worden sei. Es sei vielmehr der Bund gewesen, der den damals noch neuen Großflughafen München vor einer drohenden 24-Stunden-Luftfahrt-Konkurrenz aus Brandenburg habe schützen wollen, sagte Stolpe.

Vordergründig waren in den 1990-er Jahren immer wieder die große Entfernung des ehemaligen Militärflugplatzes in Sperenberg von der Hauptstadt und seine schlechte Verkehrsanbindung ins Feld geführt worden. Dabei hätte der relativ dünn besiedelte Standort im Teltow-Fläming-Kreis vor allem in Bezug auf die Flugrouten und die Fluglärmbelastung von Anwohnern viel weniger Probleme als die Region Schönefeld gemacht. Gegen das Entfernungs-Argument spricht auch die Lage des Großflughafens in München, der auch rund 40 Kilometer von der bayerischen Metropole entfernt ist.