ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Sorge vor Afrikanischer Schweinepest

Potsdam. Brandenburgs CDU will die Jagd auf Wildschweine attraktiver machen, um der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. In einem Parlamentsantrag fordern die Christdemokraten, Jägern die Gebühren für die Untersuchung von erlegtem Wild auf Trichinen zu erlassen, wenn die Tiere weniger als 20 Kilogramm wiegen. Benjamin Lassiwe

"Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die sich zurzeit im Baltikum und in Polen ausbreitet", sagt CDU-Agrarpolitiker Andreas Gliese, der selbst Tierarzt ist. Da es bislang keinen wirksamen Impfstoff gebe, wäre ein Ausbruch in Deutschland mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden verbunden. "Ein wesentlicher Ausbreitungsweg führt über die Wildschweinbestände", sagt Gliese. "Es ist daher sinnvoll, genau hier mit der Prophylaxe anzusetzen."

Für viele Jäger würde sich jedoch gerade die Jagd auf Frischlinge nicht lohnen, da wenig Wildfleisch hohen Gebühren für die verpflichtenden Untersuchungen gegenüberstünde. Das bestätigt auch der Chef Geschäftsführer des Landesjagdverbands, Georg Baumann. Zudem sei es sinnvoll, die Jagd auch in Schutzgebieten durchzuführen. Die Sprecherin des Potsdamer Verbraucherschutzministeriums, Maria Strauß, erklärte dagegen, dass das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland vor allem darin bestehe, dass der Erreger über kontaminiertes Material durch Personen- und Fahrzeugverkehr eingeschleppt werde.