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| 18:39 Uhr

Wahlen am 22. April
Sonntag wird in der Lausitz gewählt

Landräte und Bürgermeister stehen am Sonntag in der Lausitz zur Wahl.
Landräte und Bürgermeister stehen am Sonntag in der Lausitz zur Wahl. FOTO: Bodo Schackow / dpa
Cottbus. Drei Landräte und vier Bürgermeister stehen am Sonntag in der Lausitz zur Wahl. Für die Kommunalpolitik in der Lausitz kann das große Auswirkungen haben. Wer tritt wo an – und wie wird gewählt? Hier gibt es die Übersicht: Von Bodo Baumert

Landräte

In gleich drei Lausitzer Landkreisen müssen sich am Sonntag die Landräte dem Votum ihrer Bürger stellen. In allen drei tritt der Amtsinhaber der CDU erneut zur Wahl an: Christian Heinrich-Jaschinski (Elbe-Elster), Siegurd Heinze (Obersprewald-Lausitz) und Harald Altekrüger (Spree-Neiße). Gewählt wird, wer im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit und mindestens 15 Prozent der Stimmen aller im Landkreis insgesamt Wahlberechtigten erreicht. Schafft das keiner der Kandidaten, kommt es zur Stichwahl am 6. Mai. Scheitern auch dann beide Kandidaten am Mindest-Quorum, muss der Kreistag entscheiden. In der Vergangenheit ist dies in Brandenburg schon häufiger vorgekommen, beispielsweise in Spree-Neiße. Um so wichtiger ist, dass möglichst viele Bürger am Sonntag wählen gehen – damit ihnen nicht im Nachhinein ein ganz anderer Kandidat vom Kreistag vorgesetzt wird.

Wer tritt zur Wahl in den drei Landkreisen an? Eine Übersicht:

Elbe-Elster

Als Amtsinhaber geht Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) ins Rennen. Der 50-Jährige ist von Beruf Facharbeiter für Fertigungsmittel. Seit 2010 ist er Landrat des EE-Kreises. Ein Interview mit ihm lesen Sie hier.

Für die AfD tritt Peter Drenske an. Der 58-Jährige ist Ingenieur für Fleischwirtschaft und hat unter anderem den DB Service Store am Bahnhof Doberlug-Kirchhain betrieben. Ein Interview mit ihm lesen Sie hier.

Als unabhängige Kandidatin tritt Iris Schülzke (parteilos) zur Wahl in Elbe-Elster an. Geboren 1959, hat die gelernte Facharbeiterin für chemische Produktion seit 1985 als Bürgermeisterin in Jagsal und Schlieben und seit 1992 als Amtsdirektorin gewirkt. Seit Oktober 2014 ist sie Mitglied des Landtages. Ein Interview mit ihr lesen Sie hier.

Oberspreewald-Lausitz

Amtsinhaber Siegurd Heinze (parteilos) ist von der CDU zur Wahl vorgeschlagen worden. Der 57-Jährige ist gelernter Elektromonteur. 1990 wurde er zum ehrenamtlichen Bürgermeister in Meuro gewählt. Anschließend wirkte er als Amtsdirektor und Bürgermeister in Schipkau. 2010 wurde er zum Landrat von OSL gewählt.

Matthias Mnich tritt für die Linke an. Der 46-jährige ist Rechtsanwalt für Steuerrecht, insbesondere im zivilrechtlichen und wirtschaftsrechtlichen Bereich, außerdem ist er Anwalt für strafrechtliche Mandate.

Sven Schröder (AfD) wohnt in Borkheide und sitzt seit 2014 im Landtag. Er ist Mitglied des Agrarausschusses. 2016 stellte er sich der Wahl zum Landrat in Potsdam-Mittelmark, bei der er 16,3 Prozent der Stimmen holte.

Fragen und Antworten der Kandidaten lesen Sie in den kommenden Tagen auf LR-Online.

Spree-Neiße

Als Amtsinhaber geht Harald Altekrüger (CDU) ins Rennen. Der 62-jährige Lehrausbilder im Maschinen- und Anlagenbau wurde 2003 hauptamtlicher Bürgermeister von Drebkau. 2010 wurde er im Kreistag zum Landrat gewählt. Ein Porträt des Kandidaten lesen Sie hier.

Hermann Kostrewa wurde von der SPD nominiert. Verwaltungserfahrung bringt der 62-Jährige mit, ist er doch seit 1995 in der Kreisverwaltung tätig, derzeit als Beigeordneter und damit Stellvertreter des Landrates. Studiert hat er Sozialpädagogik. Ein Porträt des Kandidaten lesen Sie hier.

Steffen Kubitzki kandidiert für die AfD. Der 54-Jährige arbeitet als Richtmeister in der Kraftwerksbranche. Seit 2013 ist er in der AfD, derzeit als Kreisvorsitzender. Ein Porträt des Kandidaten lesen Sie hier.

Matthias Loehr tritt für die Linke zur Landratswahl an. Der 40-jährige gelernte IT-System-Kaufmann ist seit 20 Jahren in der PDS und heutigen Linken aktiv. Zweimal ist er als Nachrücker in den Landtag eingezogen. Seit 2014 sitzt er wieder im Landtag in Potsdam. Ein Porträt des Kandidaten lesen Sie hier.

In folgenden Kommunen wird am Sonntag außerdem der Bürgermeister gewählt:

Drebkau

Amtsinhaber Dietmar Horke (parteilos) stellt sich zur Wiederwahl. Der 63-Jährige hat 2010 das Amt des zum Landrat gewählten Harald Altekrüger übernommen. Zuvor war er Ortsbürgermeister in Schorbus. Ein Interview lesen Sie hier.

Paul Köhne kandidiert für die CDU. Der 54-jährige Rechtsanwalt ist derzeit Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Ein Interview lesen Sie hier.

Torsten Richter tritt für die Linke an. Der 46-Jährige ist Teamleiter in einem Systemhaus. Ein Interview lesen Sie hier.

Dietmar Serb wurde von der AfD nominiert. Der 51-jährige Schweißfachmann im Brückenbau ist seit 2016 Parteimitglied. Ein Interview lesen Sie hier.

Forst

Nach dem Amtsverzicht des erkrankten Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) treten fünf Kandidaten im Rennen um seine Nachfolge an.

Aimo Bartel (parteilos) ist den Forstern vor allem vom Historienspektakel Johannes Gaudium bekannt. Der 54-Jährige bringt bisher keine politische Erfahrung mit.

Helge Bayer wurde von der CDU ins Rennen geschickt. Der 49-Jährige ist seit 2015 Stadtverordneter, arbeitet als Rechtsanwalt.

Thomas Engwicht (parteilos) ist in Forst als Gärtnermeister bekannt. Der 40-Jährige leitet das Familienunternehmen, das sein Urgroßvater Paul Engwicht gründete.

Ingo Paeschke hat bereits zweimal für die Linke um das Amt als Bürgermeister kandidiert. Seit 20 Jahren ist er Stadtverordneter in Forst und seit über zehn Jahren Kreistagsabgeordneter.

Simone Taubenek (parteilos) ist die einzige Frau unter den Kandidaten. Seit 23 Jahren arbeitet die Volljuristin (52) bei der brandenburgischen Polizei ausschließlich in Führungspositionen.

Die RUNDSCHAU hat die Kandidaten vorab zu ihren Positionen befragt. Hier gibt es die Antworten zu Kommunikation, Finanzen, Motivation, Sicherheit, Stadtentwicklung.

Guben

Zur ersten Wahl nach dem Tod des umstrittenen und zuletzt suspendierten Bürgermeisters Klaus-Dieter Hübner treten vier Kandidaten an.

Fred Mahro ist von der CDU ins Rennen um das Amt geschickt worden, dass er praktisch schon seit sechs Jahren ausübt. In Abwesenheit Hübners leitete der 57-Jährige die Verwaltung. Nun will er ihr auch offiziell vorstehen. Ein Porträt lesen Sie hier.

Harald Knoll (parteilos) wurde von der FDP nominiert, für die er 2014 auch als Stadtverordneter kandidiert. Damals wurde der 56-Jährige nicht gewählt. Beruflich ist er bei der Bauaufsichtsbehörde im Landkreis Elbe-Elster tätig. Ein Porträt lesen Sie hier.

Daniel Münschke tritt als Kandidat der AfD an. Der 38-Jährige ist selbstständiger Vermögens- und Unternehmensberater. Ein Porträt lesen Sie hier.

Peter Stephan (parteilos) ist von der Partei „Die Linke“ als Bürgermeister-Kandidat nominiert worden. Der studierte Diplom-Volkswirt (53) arbeitet als Elektriker bei einem Gubener Unternehmen.Ein Porträt lesen Sie hier.

Die Redaktion hat den Kandidaten Fragen gestellt. Im Video gibt es ihre Antworten zu Sicherheit, Schullandschaft, Partnerschaft mit Gubin, Stadtumbau, Demografie und Soziales.

Schipkau

Eine Frau und fünf Männer wollen Bürgermeister in der Großgemeinde werden.

Amtsinhaber Klaus Prietzel (CDU) wird herausgefordert von Steffen Fiebig, Ingo Hubatsch (AfD), Sven Irrgang, Ringo Jünigk (Linke) und Cornelia Müller.

Fragen und Antworten der Kandidaten lesen Sie in den kommenden Tagen auf LR-Online.