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| 09:44 Uhr

Kritik der Brandenburger-Jusos
Sondierungsgespräche: Es läuft auf Kenia zu

 Vertreter der Partei SPD Dietmar Woidke (M), Ministerpräsident von Brandenburg, Martin Gorholt (l), Chef der Brandenburger Staatskanzlei, Mike Bischoff (2.v.l), Fraktionsvorsitzender, Katrin Lange (2.v.r), Staatssekretärin des Inneren und für Kommunales des Landes Brandenburg, und Ines Hübner sitzen vor Beginn der Sondierungsgespräche mit der CDU und Bündnis 90/Die Grünen am Verhandlungstisch.
Vertreter der Partei SPD Dietmar Woidke (M), Ministerpräsident von Brandenburg, Martin Gorholt (l), Chef der Brandenburger Staatskanzlei, Mike Bischoff (2.v.l), Fraktionsvorsitzender, Katrin Lange (2.v.r), Staatssekretärin des Inneren und für Kommunales des Landes Brandenburg, und Ines Hübner sitzen vor Beginn der Sondierungsgespräche mit der CDU und Bündnis 90/Die Grünen am Verhandlungstisch. FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Potsdam. Brandenburgs SPD hat ihre für Dienstag geplante Sitzung von Parteivorstand und Fraktion abgesagt. Stattdessen soll es am Mittwoch ein weiteres Sondierungsgespräch in der Kenia-Konstellation geben. Scharfe Kritik gibt es dafür aus den Jugendorganisationen.

Eigentlich wollte die Brandenburger SPD am Dienstag eine Entscheidung über die künftigen Koalitionspartner treffen. Doch es kommt anders. Ministerpräsident Woidke möchte den Mittwoch für weitere Sondierungen nutzen.

Am Donnerstag wollen dann nach Informationen der RUNDSCHAU alle drei Parteivorstände tagen. Dabei sollen sich die Verhandler Mandate zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen holen, die dann am Montag beginnen sollen. Zudem findet am Samstag ein "Kleiner Parteitag" der Grünen in Kleinmachnow statt, der für die Umweltpartei vor der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen satzungsgemäß vorgeschrieben ist.

Scharfe Kritik zu geplanten Kenia-Verhandlungen

Auf scharfe Kritik stoßen die geplanten Kenia-Verhandlungen unterdessen bei den Jugendorganisationen der Parteien. "„Für uns ist klar: eine gute Zukunft für Brandenburg ist im Licht dieses Wahlergebnisses nicht mit einer Kenia-Koalition, sondern nur mit Rot-Grün-Rot möglich", sagte die Vorstandssprecherin der Jusos, Rica Eller. "Eine Kenia-Koalition mit der CDU bedeutet Rückschritt.“, so Rica Eller.

Momentan verliere die SPD bei Wahlen mehr Wähler an den Friedhof als an politische Gegner und Konkurrenten. "Wenn die SPD sich neue, jüngere Wählerschichten erschließen will, kann Kenia keine Alternative sein: Wer mit einer CDU, deren Abgeordnete teilweise offen mit der AfD flirten, paktiert, dem werden die jungen Leute die rote Karte zeigen“, sagte ihr Stellvertreter Christopher Gordjy

(iwe)