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| 02:36 Uhr

Sogar "Mona Lisa" würde sich wohlfühlen

Peter Joch, Gründungsdirektor des neuen Museums Barberini in einer 1:1-Musterhalle eines der künftig 18 Ausstellungssäle.
Peter Joch, Gründungsdirektor des neuen Museums Barberini in einer 1:1-Musterhalle eines der künftig 18 Ausstellungssäle. FOTO: dpa
Potsdam. Das Museum Barberini in Potsdam soll ab 2016 Furore machen. Noch ist das Haus nicht fertig. Die Vorfreude bei Museumsdirektor Peter Joch wächst. Gudrun Janicke

Museumsdirektor Peter Joch hat es komfortabel, könnte man meinen: Er richtet in Potsdam das Museum Barberini ein - in einem gerade entstehenden funkelnagelneuen Bau. Alles modern und dazu in bester Lage der historischen Altstadt.

Der wieder aufgebaute Palast Barberini aus dem 18. Jahrhundert mit historischer Fassade und modernem Inneren soll ab 2016 das Ambiente für große internationale Themenausstellungen wie für außergewöhnliche Präsentationen von DDR-Kunst bieten. Dabei kann Joch auf die Privatsammlung ostdeutscher Maler des Software-Milliardärs Hasso Plattner zurückgreifen.

Im Laufe der Jahre trug Plattner mehr als 80 Stücke zusammen. Das Thema ist für ihn noch lange nicht abgeschlossen, Neuerwerbungen sind fest eingeplant. Auch das Museum ist Plattner zu verdanken. Er finanziert es und den laufenden Betrieb über seine Stiftung. Als Mäzen unterstützte Plattner schon mit einer Millionensumme den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses, das heute den Landtag beherbergt. 2012 wurden die Kunstwerke aus der privaten Sammlung erstmals für knapp sieben Wochen öffentlich im Potsdamer Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt. 12 000 Besucher kamen. Das große Interesse hatte auch mit dem damaligen Streit in der Stadt um den künftigen Ausstellungsort für die Werke zu tun. Plattner wollte eine Kunsthalle an prominenter Stelle in der Stadt bauen. Dafür hätte jedoch ein aus DDR-Zeiten stammendes Hotel abgerissen werden müssen. Angesichts der Diskussionen gab Plattner auf und plante zunächst eine Halle auf seinem privaten Gelände in Potsdam. Später gab es die Entscheidung für den Einzug in das Palais Barberini.

"Ich freue mich schon jetzt auf den Tag der Eröffnung", sagt Joch. "Über unser Museum soll man sprechen." Die Erwartungen, die der 51-Jährige an sich stellt, sind groß. Seit 2013 ist er im Amt.