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| 18:21 Uhr

Themenwoche Betrug
So klappt der Trick der falschen Microsoft-Anrufer

Cottbus. Das Telefon klingelt und es meldet sich ein angeblicher Mitarbeiter von Microsoft, in der Regel auf Englisch. Dieser vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter teilt mit, dass Fehler oder Viren auf dem PC gefunden worden sind.

Das soll nun durch den Support-Anruf behoben werden. Der Angerufene wird angeleitet, seinen PC einzuschalten, verschiedene Aktionen durchzuführen und ein Fernzugriffsprogramm zu installieren.

Für diesen „Service“ sollen die Angerufenen zwischen 180 und 250 Euro zahlen. Der tatsächliche Schaden ist allerdings sehr viel höher. Denn wenn die Betrüger einmal Zugriff auf den Rechner haben, können sie in aller Ruhe Daten, etwa für das Online-Banking abgreifen. „Letztlich werden Zahlungen im Online-Banking, über Kreditkarte oder gar durch den Erwerb von iTunes-Cards durchgeführt“, berichten die Cybercrime-Experten der Polizeiinspektion Göttingen, die deutschlandweit entsprechende Fälle bearbeiten.

Die Abbuchungen, die die Täter mit den gefundenen Daten veranlassen, sind dann sehr viel höher als die ursprünglich geforderten 250 Euro.

In manchen Fällen erhalten die Betroffenen vor dem Anruf sogar eine E-Mail, in der sich der vermeintliche Support ankündigt.

Die Firma Microsoft selbst warnt auch vor Fenstern, die beim Surfen im Internet auftauchen und den Nutzer auffordern, sich an eine Nummer für technischen Support zu wenden. Diese Nummer ist allerdings falsch. Am anderen Ende der Leitung wartet nicht der Microsoft-Support, sondern ein Betrüger.

„Wenn Sie einen Anruf erhalten oder Ihnen ein Popup-Fenster auf Ihrem PC angezeigt wird und Sie sich nicht sicher sind, ob dies von Microsoft stammt, verwenden Sie diese Telefonnummern nicht. Wenden Sie sich stattdessen über das Microsoft Answer Desk an den Microsoft-Support“, empfiehlt das Unternehmen.  Microsoft sende keine unerwünschten E-Mails und führe keine Anrufe durch, um persönliche oder finanzielle Informationen anzufordern oder Fehler auf dem Computer zu beheben. Das Unternehmen rät, Anzeige bei der Polizei zu erstatten

Bevor es so weit kommt, hilft ein Tipp der Polizei: „Bei einem Anruf von Microsoft gleich wieder auflegen“.

(bob)