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| 14:36 Uhr

Skelettfund in Uckermark: Verbrechen an Mecklenburger vermutet

Schönermark/Neubrandenburg. Ein junger Mann verschwindet und keiner vermisst ihn. Dann werden in einem Brunnen in der Uckermark Skelettteile gefunden. Der Neubrandenburger soll schon vor Jahren getötet worden sein. Plakate in der mecklenburgischen Stadt könnten bei der Aufklärung helfen. dpa

Im Fall der Skelettteile, die 2015 in einem Brunnen in der Uckermark gefunden wurden, ermittelt die Polizei jetzt auch in Neubrandenburg wegen eines Tötungsverbrechens. Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin, Andreas Pelzer, am Mittwoch mit. Es handele sich um einen 1985 geborenen Mann aus der mecklenburgischen Stadt, der 2008 nach Schönermark in die Uckermark gezogen war. Da der Mann weiter enge Kontakte zu Neubrandenburg behalten habe, seien dort jetzt Plakate mit seinen Personalien in mehreren Häusern ausgehängt worden.

Die Knochen waren im Juni bei Arbeiten am Brunnen in Schönermark gefunden und später analysiert worden. Sie sollen schon mehrere Jahre dort gelegen haben. Es wird Pelzer zufolge gehofft, dass sich Leute aus dem Umfeld des Mannes aus den Jahren 2008 und 2009 melden. Der Neubrandenburger hatte eine IT-Lehre absolviert, war dann drei Jahre bei der Bundeswehr und betrieb zuletzt im Neubrandenburger Reitbahnviertel einen Sonderposten-Markt.

Einzelheiten über die Art und Weise, wie er vermutlich zu Tode kam, wollte Pelzer nicht nennen. „Er wurde auch nicht als vermisst gemeldet.“ Deshalb habe es vor Juni 2015 keine intensive Suche nach ihm gegeben. Dies könnte erklären, warum die Leiche nicht früher entdeckt wurde, denn der Brunnen befand sich auf dem Grundstück, wo der Mann zuletzt wohnte. Ob er allein in Schönermark lebte oder in Gesellschaft, blieb bisher ebenso unklar wie ein mögliches Tatmotiv.