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| 01:02 Uhr

Senioren fordern Einbeziehung

Potsdam.. Der Landesseniorenrat hat Brandenburgs Regierung zu deutlich mehr Unterstützung für die Belange älterer Menschen aufgefordert.

Im Koalitionsvertrag vom Oktober würden diese leider nur unter der Rubrik "Betreuung und Pflege" auftauchen, sagte die Vorsitzende Sieglinde Heppener. "Dabei sind viele der Rentner noch aktiv und fit und bringen sich tatkräftig in das gesellschaftliche Leben ein." Eine Erneuerung Brandenburgs sei ohne Unterstützung der Senioren nicht möglich.
Immerhin lebten in der Mark bis zu 700 000 Menschen im Alter über 60 Jahre. "Die Landesregierung muss sich viel mehr als bisher für ein seniorenfreundliches Klima einsetzen", betonte Heppener. Dazu gehörten eine altengerechte Infrastruktur, Freizeitstätten und ein ortsnahes Netz von Dienstleistungen. Besonders ärgerlich sei, dass 15 Jahre nach der Wende das Rentenniveau im Vergleich zum Westen bei 87 Prozent liege.
"Wir wissen natürlich, dass es die Angleichung nicht von heute auf morgen geben kann", sagte die Ratsvorsitzende. "Aber wir wollen eine Perspektive mit einem genauen Zeitplan." Dafür müsse sich die Landesregierung endlich mit einer Bundesratsinitiative stark machen. Es gehe schließlich um die Anerkennung der Lebensleistung der Senioren.
Heppener widersprach den Aussagen von Politikern, wonach die Renten im Osten teilweise sogar über denen im Westen lägen. Die meisten Frauen seien in der DDR einem Beruf nachgegangen, was sich heute im Gegensatz zu Westdeutschland in höheren Renteneinkünften auszahle. "Es handelt sich hier um einen Vergleich zwischen Äpfeln mit Birnen." (dpa/ta)