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| 02:44 Uhr

Senftenberger Sozialdemokratin tritt an

Kerstin Weide, SPD-Vorsitzende in Senftenberg, kandidiert 2013 für den Bundestag. Foto: SPD
Kerstin Weide, SPD-Vorsitzende in Senftenberg, kandidiert 2013 für den Bundestag. Foto: SPD FOTO: SPD
Lieskau. Mit Kerstin Weide (50) aus Senftenberg an der Spitze treten die Sozialdemokraten im Wahlkreis 65 (Elbe-Elster/Oberspeewald-Lausitz ohne den Ortsverein Lübbenau) an, im nächsten Jahr das Direktmandat für den Deutschen Bundestag zurückzuerobern. Kathleen Weser

Das hat die Delegiertenversammlung am gestrigen Freitagabend in Lieskau (Elbe-Elster) mit großer Mehrheit beschlossen. Die Vorsitzende des Senftenberger SPD-Ortsvereins und Geschäftsführerin der Unterbezirke Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz hat 65 (73 Prozent) der 89 abgegebenen Stimmen erhalten und sich damit klar gegen ihren Mitbewerber Lars Büchner (36) vom Ortsverein Oppelhain durchgesetzt. Erwartet worden war eine denkbar knappe Entscheidung.

"Ich bin ganz baff. Mit diesem klaren Ergebnis hatte ich nicht gerechnet", so die erste Reaktion der nunmehr gekürten Direktkandidatin. "Es wird mir richtig Spaß machen, gegen Stübgen anzutreten", ergänzt die sichtlich gerührte Kerstin Weide freudig strahlend und zugleich kämpferisch. Der Christdemokrat hatte der SPD zur letzten Wahl das Direktmandat abgenommen und will erneut antreten. Dass die CDU-Parteibasis, die Mitte Oktober entscheidet, Michael Stübgen wieder ins Rennen schicken wird, gilt als ziemlich sicher.

Vor allem mit Herzensbildung und -wärme hat Kerstin Weide die Mehrzahl der Delegierten davon überzeugt, dass sie dem derzeitigen Direktmandat-Inhaber am besten Paroli bieten will. Selbst stark verwurzelt in der Lausitz und dem Elbe-Elster-Land hat Weide mit ihrer emotional bewegenden Rede an die Parteigenossen vor allem deutlich gemacht, dass sie für die Menschen in dieser Region brennt und sie für die politischen Ziele der Sozialdemokratie gewinnen kann. "Gewinnen wir gemeinsam diesen Wahlkreis 65, wo Preußen Sachsen küsst, zurück", schwört Weide die Genossen auf den Wahlkampf ein.