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Senftenberg feiert seinen Campus

Gemeinsam für ihre Uni – die Prodekane vom BTU-Standort in Senftenberg Prof. Anja Walter, Prof. Kathrin Lehmann, Prof. Peter Schierack und Prof. Martin Weigert (v.l.).
Gemeinsam für ihre Uni – die Prodekane vom BTU-Standort in Senftenberg Prof. Anja Walter, Prof. Kathrin Lehmann, Prof. Peter Schierack und Prof. Martin Weigert (v.l.). FOTO: BTU/Ralf Schuster
Senftenberg. 70 Jahre Studieren in Senftenberg – das feiern Professoren, Mitarbeiter und Studierende am Samstag groß auf dem Campus Senftenberg zum Tag der offenen Tür der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg mit Studieninteressierten, Absolventen und Partnern. Gemeinsam wird Bilanz gezogen und in die Zukunft eines modernen Universitätsstandortes geblickt. rpw

Wer dabei sein und aktuelle Studiengänge, bestens ausgestattete Labore sowie berufliche Möglichkeiten nach dem Studium kennenlernen möchte, ist ab 10 Uhr herzlich eingeladen. Schon heute lädt die BTU in Cottbus zu einem Tag der offenen Tür.

Mit Zuversicht sehen die Prodekane der vier am Standort Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ansässigen Fakultäten der jungen Universität den kommenden Jahren entgegen. In der RUNDSCHAU erläutern sie die künftige Bedeutung ihrer Studiengänge, sie legen dar, warum sich Studierende für diese entscheiden sollten, sie zeigen berufliche Perspektiven auf, sie erklären, was sie ihren Absolventen mit auf den beruflichen Weg geben möchten.

Prof. Dr.-Ing. Martin Weigert, Prodekan der Fakultät 1 - Mathematik, Informatik, Physik, Elektro- und Informationstechnik - erklärt: "Die Entwicklung interdisziplinärer Studiengänge wie Medizininformatik wird in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Verbindung von theoretischen Grundlagen und spezialisierten Anwendungsfeldern wird das berufliche Anforderungsprofil der Absolventen entscheidend bestimmen. Der Standort bietet ein zukunftsorientiertes Studienangebot sowie hervorragende Studienbedingungen. In einer immer komplexeren und sich schnell verändernden Arbeitswelt ergeben sich auch immer neue Perspektiven der beruflichen und fachlichen Weiterentwicklung. Mit Engagement und Neugier, gepaart mit der Bereitschaft, sich jederzeit neuen Aufgabenfeldern zu widmen, ergibt sich ein interessantes und erfülltes Berufsleben."

Sein wichtigster Zukunftswunsch ist die Entwicklung des Standortes Senftenberg zu einem für junge Leute noch attraktiveren Uni-Standort mit einem umfangreichen Studienangebot und vielfältigem studentischen Leben.

Prof. Dr. med. vet. Peter Schierack, Prodekan der Fakultät 2 - Umwelt und Naturwissenschaften - hebt die hervorragende Ausstattung in der Angewandten Chemie und Biotechnologie hervor, wo Studierende in hochaktuelle Forschungsschwerpunkte eingebunden werden. "Der Campus Senftenberg spielt für das Land Brandenburg eine tragende Rolle in den Bereichen Biomedizin- und Gesundheitswissenschaften und soll daher in diese Richtung zukünftig weiterentwickelt werden", erklärt er weiter. "Dazu zählen die Beteiligung am Aufbau des Gesundheitscampus Brandenburg, hochmoderne Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet der Medizin/Medizintechnik und Biotechnologie." Er sieht ein breites Feld beruflicher Perspektiven, angefangen bei der wissenschaftlichen Qualifikation bis hin zu interessanten Tätigkeiten in großen Unternehmen und gibt den Studierenden unter anderem auf den Weg, nach dem Studium in der weiten Welt zu lernen und in der Heimat ein Stück Zukunft mit aufzubauen. Er wünscht sich eine weitere gute Vernetzung mit den regionalen Partnern und eine erfolgreiche Entwicklung von Innovationsstrategien.

Prof. Dr.-Ing. Kathrin Lehmann, Prodekanin der Fakultät 3 - Maschinenbau, Elektro- und Energiesysteme - macht deutlich: Der Bedarf an Absolventen der Ingenieurwissenschaften mit fachhochschulischem Profil ist sehr hoch und in Unternehmen nachgefragt - das heißt gesicherte Berufsübergänge. In unseren Studiengängen wird neben den theoretischen Grundlagen ein hoher Anteil an praktischen Inhalten vermittelt, die aktuelle Themen behandeln und teilweise direkt in Unternehmen absolviert werden. Ganz besonders interessant - alle unsere Studienangebote können auch dual studiert werden. Die aktuellen, in die Zukunft weisenden technischen Entwicklungen sind spannend und bieten für junge Menschen attraktive und interessante Betätigungsfelder. Die Unternehmen binden die Studierenden oft schon im Verlauf des Studiums an sich. Wir vermitteln ihnen, dass sie mit ihrem Abschluss die Entwicklungen für die Zukunft mitgestalten können." Ihr wichtigster Wunsch für die Zukunft des Standortes Senftenberg lautet: "Die Tradition der fachhochschulischen Ingenieurwissenschaften geht mit in die Zukunft der Uni."

Prof. Dr. phil. Anja Walter, Prodekanin der Fakultät 4 - Soziale Arbeit, Gesundheit und Musik - hält fest: "Gesundheitsversorgung und gesunde Gestaltung von Lebens- und Arbeitswelten - diese Aspekte stehen im Fokus der Studiengänge im Institut für Gesundheit. Akademisch qualifizierte Fachkräfte werden dringend gebraucht. Ebenso benötigen wir Lehrende, die Fachkräfte in allen Gesundheitsberufen qualitativ hochwertig ausbilden. Bei uns macht das Studieren Spaß, weil hier Lehre, berufspraktische Übungen und Praxisphasen verzahnt werden. Ebenso liegt uns die persönliche Entwicklung der Studierenden am Herzen - ohne diese ist das Tätigwerden in einem Gesundheitsberuf nur schwer vorstellbar. Das Berufsfeld Gesundheit ist ein zukunftsträchtiges Arbeitsfeld mit ausgezeichneten Perspektiven. Die Studierenden sollten aktiv ihre zukünftigen Handlungsfelder mitgestalten. Aufgrund des Wachstums des Feldes und beispielsweise der Digitalisierung ist dies möglich und nötig. Ich wünsche mir die weitere Etablierung der gesundheitsbezogenen Studiengänge in der Region, projektförmiges Arbeiten in Forschung und Lehre."