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Neue Ausweishülle
Statt schwerbehindert schwer in Ordnung

Am Freitag, 2. März übergab Sozialministerin Diana Golze an Theresa Gissel, Mitarbeiterin Landesamt für Soziales und Versorgung, den ersten "Schwer-in-Ordnung-Ausweis" in Brandenburg.
Am Freitag, 2. März übergab Sozialministerin Diana Golze an Theresa Gissel, Mitarbeiterin Landesamt für Soziales und Versorgung, den ersten "Schwer-in-Ordnung-Ausweis" in Brandenburg. FOTO: Stephan Meyer / LR
Der erste alternative Ausweis für Schwerbehinderte mit der Aufschrift «Schwer in Ordnung» in Brandenburg ist am Freitag in Cottbus übergeben worden. dpa

Die Klarsichthülle, in die der amtliche Schwerbehindertenausweis passe, werde auf Wunsch an Betroffene kostenfrei vom Landesamt für Soziales und Versorgung zugesandt, teilte das Sozialministerium am Freitag mit.

Im Vorjahr hatte sich die 14-Jährige Hannah Kiesbye aus Pinneberg (Schleswig-Holstein) in der Zeitschrift «Kids Aktuell - Magazin zum Down-Syndrom» über die Bezeichnung «schwerbehindert» auf dem amtlichen Ausweis geärgert. Sie bastelte sich daraufhin eine neue Hülle mit dem Aufdruck «Schwerinordnungsausweis». Hamburg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen bieten mittlerweile auch die Hüllen an.

Immer wieder werde Menschen in Schule und Beruf nur aufgrund ihrer Behinderung automatisch weniger zugetraut, sagte Sozialministerin Diana Golze (Linke). Es seien aber gerade Schwerbehinderte, die nicht nur gut ausgebildet, sondern auch motiviert seien. Bei einer vom Landesamt festgestellten Behinderung von mehr als 50 Prozent wird ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. In Brandenburg besitzen rund 268 000 Menschen dieses Dokument. Im Arbeitsleben sind Schwerbehinderte besonders geschützt.