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Schülerin mit 78 Messerstichen getötet - Urteil erwartet

Der Angeklagte Maurice M. (r) verdeckt am 18.08.2014 im Landgericht in Cottbus (Brandenburg) sein Gesicht mit einem Aktenordner.
Der Angeklagte Maurice M. (r) verdeckt am 18.08.2014 im Landgericht in Cottbus (Brandenburg) sein Gesicht mit einem Aktenordner. FOTO: Oliver Mehlis (dpa-Zentralbild)
Cottbus (. Eine 14-Jährige wird auf dem Heimweg von der Schule mit 78 Messerstichen getötet. Sie verblutet auf offener Straße. Ein Bekannter, den sie im Internet kennengelernt hatte, gibt danach die Tat zu. Jetzt fällt das Urteil.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf eine Schülerin bei Berlin wird am Donnerstag (13.00 Uhr) das Urteil erwartet. Angeklagt vor dem Cottbuser Landgericht ist ein 21-Jähriger, den die 14-Jährige im Internet kennengelernt hatte. Er gab die Tat bereits zu. Der aus Lohmar in Nordrhein-Westfalen stammende Mann soll der Schülerin in ihrem Wohnort Eichwalde (Dahme-Spreewald) im November 2013 aufgelauert, sie mit einer Bierflasche niedergeschlagen und dann 78 Mal auf sie eingestochen haben. Sie verblutete auf offener Straße.

Laut Staatsanwaltschaft war der damals 20-Jährige wütend darauf, dass seine Internet-Freundin seine Gefühle nicht erwiderte. Die Anklagebehörde fordert 15 Jahre Haft wegen Mordes - die Höchststrafe nach Jugendstrafrecht. Die Verteidigung geht dagegen von Totschlag aus und plädierte auf eine Haftstrafe von maximal neun Jahren.