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| 10:22 Uhr

Schülerin erstochen - Mordprozess gegen 20-Jährigen beginnt

Blumen, Plüschtiere und Kerzen stehen am 19.11.2013 am Tatort eines Tötungsverbrechens an einem 14-jährigen Mädchen in Eichwalde (Brandenburg) bei Berlin. Neun Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf eine 14-Jährige bei Berlin muss sich ein 20-Jähriger vor einem Cottbuser Gericht verantworten.
Blumen, Plüschtiere und Kerzen stehen am 19.11.2013 am Tatort eines Tötungsverbrechens an einem 14-jährigen Mädchen in Eichwalde (Brandenburg) bei Berlin. Neun Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf eine 14-Jährige bei Berlin muss sich ein 20-Jähriger vor einem Cottbuser Gericht verantworten. FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Cotbus/Eichwalde (dpa). Weil er seine Internetbekanntschaft mit einem Messer getötet haben soll, steht ein Mann ab Montag in Cottbus vor Gericht. Die getötete 14-Jährige wollte den Kontakt zu dem 20-Jährigen offenbar abbrechen. Wurde er deshalb zum Mörder? dpa/bb

Musste die Schülerin sterben, weil sie einer Internetbekanntschaft den Korb gegeben hat? Neun Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf eine 14-Jährige bei Berlin muss sich ein 20-Jähriger vor einem Cottbuser Gericht verantworten - ab Montag (18. August, 11.00 Uhr). Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen soll die Schülerin umgebracht haben, weil sie den Kontakt zu ihm abbrechen wollte. Die beiden hatten sich im Internet kennengelernt (Az: 23 Ks 1/14). Laut Staatsanwaltschaft schwieg der Mann bei den Vernehmungen zu den Tatvorwürfen.

Er soll der Schülerin im November 2013 in einem Wäldchen im brandenburgischen Eichwalde (Dahme-Spreewald) aufgelauert und mit einem Messer immer wieder auf sie eingestochen haben. Die Jugendliche starb an ihren Verletzungen.

Der Messerattacke soll ein Streit vorausgegangen sein. Der 20-Jährige soll ihr dann mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben. Anschließend zog er laut Staatsanwaltschaft das Messer.

Der Todestag der Schülerin aus Eichwalde endete auch für einen Schulfreund von ihr tragisch. Er war am 18. November 2013 dabei, als sie angegriffen wurde. Er wollte ihr noch helfen - vergeblich. Auch ihn attackierte der Täter mit dem Messer und verletzte ihn nach Angaben des Landgerichts an der Hand.

Deshalb wird dem 20-Jährigen neben Mord auch schwere Körperverletzung vorgeworfen. Der aus dem Rhein-Sieg-Kreis stammende Mann wurde kurz nach der Bluttat in der Nähe des Tatorts festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. In der 6300 Einwohner zählenden Gemeinde vor den Toren Berlins hatte die tödliche Messerattacke Entsetzen ausgelöst.

Die Eltern der getöteten Jugendlichen sind Nebenkläger in dem Prozess. Sie sind laut Landgericht am ersten Verhandlungstag als Zeugen geladen, ebenso der Schulfreund.

Für den Prozess vor der Jugendkammer des Landgerichts sind bislang sechs Verhandlungstage angesetzt. Demnach könnte am 3. November ein Urteil gesprochen werden.