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| 12:52 Uhr

8.8..2018/Sonderschichten bei Standesämtern
Schnapszahltermin ist bei Brandenburger Heiratswilligen begehrt

Jetzt wird geheiratet: Der 8.8.2018 und der 18.8.2018 sorgen für mehr Betrieb in Brandenburger Standesämtern.
Jetzt wird geheiratet: Der 8.8.2018 und der 18.8.2018 sorgen für mehr Betrieb in Brandenburger Standesämtern. FOTO: fotolia / Schulzfoto
Potsdam/Frankfurt/Oder/Cottbus. In Brandenburg herrscht im August Heirats-Alarm: Zahlenkombinationen wie der 8. 8. 2018 oder der 18. 8. 2018 sind ein Renner bei den Verliebten; drei Achten im Hochzeitsdatum gibt es schließlich erst in zehn Jahren wieder. Einige Standesämter reagieren darauf und bieten zusätzliche Termine an.

Auch sollen mehr Standesbeamte eingesetzt werden. Allen Anfragen nachkommen könne man dennoch nicht, teilte die kreisfreie Stadt Cottbus mit. „Uns sind personell und räumlich Grenzen gesetzt“, so Stadt-Sprecher Jan Gloßmann.

Besonders der 18. August – ein Samstag - ist in der Lausitz-Stadt mit neun Anmeldungen sehr beliebt. Für den 8. August - einen Mittwoch - gingen sieben Anmeldungen ein. Normalerweise führt das Amt an diesem Wochentag zwei bis drei Trauungen durch. „Es spielt natürlich eine Rolle, ob der Hochzeitstag ein ‚normaler’ Wochentag ist oder auf einen Samstag fällt“, weiß Gloßmann. Bei einer größeren Hochzeit reisten viele Gäste von weiter her an. Eine Feier am Wochenende gestalte sich daher günstiger als an einem Wochentag.

Selbst aus anderen Kommunen fragen Paare bei dem Cottbuser Standesamt an. Diesen könne man jedoch in den wenigsten Fällen helfen. „Die Termine reservieren wir ein Jahr im Voraus, und gerade Schnapszahl-Daten sind sehr schnell vergeben“, sagte Gloßmann. Es kann sich jedoch lohnen, zu einem späteren Zeitpunkt nochmal nachzufragen. Da so weit im Voraus reserviert werde, könne sich schon einmal etwas ändern. „Es gab einige Paare, die die Anmeldung zurückgenommen oder jetzt noch kurzfristig abgesagt haben“, so Gloßmann.

Auch in Frankfurt (Oder) sind Wochentage mit besonderen Datumskombinationen beliebter als andere Wochentage, teilte Stadtsprecherin Vera Kubler mit. Am 1.August gibt es dort fünf Eheschließungen und am 8. August sieben. Für den 18. August haben sich sechs Paare zur Trauung angemeldet. Dies entspreche allerdings der durchschnittlichen Anzahl von Eheschließungen an Samstagen in den Sommermonaten. Auch Anmeldungen von außerhalb gab es in Frankfurt. Am 18. August. will sich in der Oder-Stadt ein Paar aus Berlin das Jawort geben.

In der Landeshauptstadt bleibt das Standesamt vom Andrang ebenfalls nicht verschont. Für den 18. August sind elf Vermählungstermine in Potsdam angesetzt. Das seien mehr als sonst, so Stadtsprecher Markus Klier. An diesem Tag will das Amt wegen des hohen Andrangs einen zusätzlichen Standesbeamten einsetzten. Da die Termine bereits lange vergeben seien, lohne sich auch keine Anfrage aus anderen Kommunen.

Brandenburg steht mit dem Trend nicht alleine da. Etliche Standesämter bundesweit bieten am 18. august mehr Vermählungstermine an als sonst, wie eine stichprobenartige dpa-Umfrage ergab. Einige Ämter öffnen gar, obwohl sie an Wochenenden normalerweise geschlossen haben. In Städten wie Köln oder Dessau-Roßlau ist der Tag der beliebteste Heiratstermin im ganzen Jahr.

(dpa/lsc)