ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:46 Uhr

Behörden-Vergabe
Schlappe für Brandenburg: Forstzentrum geht nach Mecklenburg

Wilhelm-Günther Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung, ist enttäuscht über die Entscheidung gegen Eberswalde bei der Vergabe des Kompetenzzentrums für Wald und Holz.
Wilhelm-Günther Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung, ist enttäuscht über die Entscheidung gegen Eberswalde bei der Vergabe des Kompetenzzentrums für Wald und Holz. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Potsdam. Bei der Zuweisung einer neuen Bundesbehörde geht das Land Brandenburg erneut leer aus. Das geplante Kompetenzzentrum Wald und Holz geht nach Mecklenburg-Vorpommern.

Für Brandenburg ist das eine Schlappe: Das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbarte Kompetenzzentrum für Wald und Holz soll bei der Fachagentur für Nachhaltige Rohstoffe in Gülzow bei Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt werden. Das geht aus einem Schreiben von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) an den Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses im Bundestag, Alois Gerig, hervor, das der RUNDSCHAU vorliegt.

Im Gespräch war als Standort für das Zentrum auch Eberswalde (Barnim). Hier bietet die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (HNEE) den Studiengang Forstwirtschaft an. Ich der Stadt ist auch das Landeskompetenzzentrum Forst angesiedelt: Und hier befindet sich mit dem Thünen-Institut bereits eine Bundesforschungseinrichtung aus diesem Themenbereich.

„Ich bin über diese Entscheidung schon etwas enttäuscht“, sagte HNEE-Präsident Wilhelm-Günter Vahrson gegenüber der RUNDSCHAU. Er gehe davon aus, dass die Entscheidung für Mecklenburg gefallen sei, weil dort explizit Forschungsförderung betrieben werden solle. Zudem liege Gülzow im Wahlkreis des CDU Obmanns im Haushaltsausschuss des Bundestages, Eckhardt Rehberg. „Für Eberswalde, das in der Vergangenheit genügend Probleme mit dem Bahnwerk hatte, wäre das eine wichtige Strukturentscheidung gewesen“, sagte Vahrson.

(iwe)