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| 11:10 Uhr

Schiffshebewerk wird ab 2006 gebaut

Niederfinow.. Dem Bau des neuen Schiffshebewerkes in Niederfinow (Barnim) steht nun doch nichts im Weg. Der Landkreis Barnim hat seinen Einspruch gegen den Abriss eines denkmalgeschützten Kraftwerkshauses zurückgezogen.

"Es muss schon abgewogen werden zwischen einer 186 Millionen-Euro-Investition und dem Erhalt eines 1920 errichteten Gebäudes", sagte gestern Christian Trill, Sprecher der Kreisverwaltung.
Der Einspruch sei am Dienstag zurückgenommen worden. Ursprünglich wollte der Kreis den Erhalt des historischen Gebäudes mit seinen drei Dieselmotoren durchsetzen. Mit dem Bau des Hebewerkes soll im kommenden Jahr begonnen werden. Die Kosten trägt der Bund. Trill sagte, am Hebewerk solle eine Informationsstelle für Touristen entstehen. Dort sollte mindestens ein Generator aufgestellt werden.
Der Einspruch hätte nach Einschätzung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost in Magdeburg den Bau nicht verzögert. Derzeit liefen noch vorbereitende Maßnahmen, sagte eine Sprecherin. Als Alternative für den Erhalt des Kraftwerksgebäudes hatte das Amt angeboten, einen der schützenswerten Generatoren in einem verglasten Haus für Besucher sichtbar aufzustellen. Der Landkreis hatte anfangs dafür plädiert, das alte Gebäude umzusetzen. Das wäre aber zu teuer gewesen, meinte die Sprecherin.
Der Neubau des Schiffshebewerkes ist erforderlich, da das derzeitige und etwa 70 Jahre alte Hebewerk als Engpass auf dem Wasserweg zwischen Berlin und dem Seehafen Stettin (Szczecin) gilt. Der Neubau entsteht 100 Meter nördlich des jetzigen Hebewerkes. Zu Ostern war die Besuchersaison am Hebewerk eröffnet worden. Touristen können sich mit Schiffen von dem "Schiffsfahrstuhl" befördern lassen. Jährlich lassen sich rund 150 000 Schaulustige die technische Meisterleistung, errichtet zwischen 1927 und 1934, nicht entgehen. (dpa/mb)