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Schier will Hilfe für Familien-Hebammen

Die Lübbenauerin Roswitha Schier kritisiert, dass die Hilfen die Hebammen nicht erreichen.
Die Lübbenauerin Roswitha Schier kritisiert, dass die Hilfen die Hebammen nicht erreichen. FOTO: LR
Potsdam. Die oppositionelle CDU im Potsdamer Landtag wirft der rot-roten Landesregierung vor, zu wenig für Familien-Hebammen zu tun. Zwar bekomme das Land vom Bund von 2012 bis 2015 insgesamt rund fünf Millionen Euro für die Hebammen und andere frühe Hilfen für Familien, sagte die stellvertretende CDU-Fraktionschefin Roswitha Schier am Dienstag. dpa/bl

Doch bei den Familien-Hebammen, die Familien nach der Geburt noch bis zu einem Jahr lang betreuten, sei diese Hilfe bislang nicht angekommen. Derzeit gebe es nur zehn aktive Hebammen dieser Art im Land. Insgesamt sind es rund 400 freiberufliche Geburtshelferinnen.

Die Landesregierung sollte gemeinsam mit den Kreisen und dem Hebammenverband Standards für den Einsatz der Familien-Hebammen erarbeiten, heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion. Auch die Finanzierung der Arbeit sei zu prüfen.

Hebammen sehen sich bundesweit in ihrer Existenz bedroht, da ihre Versicherungskosten wegen des Haftungsrisikos bei der Geburt in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.