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| 18:46 Uhr

Künftig Drohnen für die Überwachung
Schädlinge und klimabedingte Ereignisse setzen Brandenburgs Wäldern zu

Brandenburgs Wälder haben zunehmend mit klimabedingten Gefahren zu kämpfen. Das geht es aus dem Waldzustandsbericht 2017 hervor. 2018 setzt Hitze den Wäldern zu. Massiv war der Großbrand in der Lieberoser Heide. 400 Hektar standen in Flammen.
Brandenburgs Wälder haben zunehmend mit klimabedingten Gefahren zu kämpfen. Das geht es aus dem Waldzustandsbericht 2017 hervor. 2018 setzt Hitze den Wäldern zu. Massiv war der Großbrand in der Lieberoser Heide. 400 Hektar standen in Flammen. FOTO: Feuerwehr Cottbus
Potsdam. Brandenburgs Wälder müssen zunehmend mit neuen Schädlingen und klimabedingten Gefahren zurecht kommen. Das geht aus dem Waldzustandsbericht 2017 hervor. Insgesamt ist der Zustand des Waldes in der Mark aber noch stabil.

Wie die Ergebnisse des aktuellen Waldzustandsberichts für das Jahr 2017 zeigen, geht es Brandenburgs Wäldern insgesamt gut. Dazu haben vor allem überdurchschnittliche Niederschläge im gesamten Jahr beigetragen. In Folge der Klimaerwärmung aber bleibt die Gefahr für den Wald groß. Vor allem Pilze profitieren von der feuchtwarmen Witterung der letzten Jahre und verursachen immer öfter große Schäden.

Im Waldzustandsbericht für 2018 dürften besonders die massiven, ständig auftretenden Brände auf Brandenburger Waldflächen negativ Eingang finden. Wie sich das auf den Waldzustand im gesamten auswirken wird, wird sich erst noch zeigen. Laut Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel hat es bis Anfang August in Brandenburg fast 340 Mal gebrannt. Besonders massiv war etwa der Waldbrand in der Lieberoser Heide in der ersten Julihälfte. Bis zu 400 Hektar Wald- und Heideflächen standen dort in Flammen. Wegen vermuteter Munitionsreste auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz waren die Löscharbeiten erschwert. Zum größten Teil konnte nur von der Luft aus gelöscht werden

2017 haben auch Witterungsextreme, wie die Herbststürme den Bäumen zugesetzt.Denn auch teils heftige Unwetter werden häufiger und schädigen den Wald zusätzlich. So hatte der Wald im Vorjahr unter den Herbststürmen „Xavier“ und „Herwart“ zu leiden. Mehr als eine Million Kubikmeter Sturmholz im Wert von rund 42 Millionen Euro sind durch umgeworfene und abgeknickte Bäume angefallen. Da der überwiegende Teil dieses Holzes jedoch einer Verwertung zugeführt werden kann, wird die gesamte Schadenssumme weitaus geringer ausfallen.

Durch ein umfangreiches Waldschutzmonitoring wird die Ausbreitung und Gefährlichkeit potenzieller Schädlinge überwacht. Mit der Erfassung und Auswertung der Daten können zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Künftig sollen zur Erfassung großflächiger Schäden auch Drohnen zum Einsatz kommen.

Wie in den Vorjahren weisen 46 Prozent der Waldflächen in Brandenburg keine Schäden auf. Auch bei den deutlichen Schäden gab es gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen, ihr Anteil liegt nach wie vor bei neun Prozent. Die mittlere Kronenverlichtung liegt wie in den Vorjahren bei 15 Prozent.

Die noch im Vorjahr beobachtete Regeneration der Eichen setzte sich leider nicht fort. Nur ein Drittel ist ohne Schäden, das sind fünf Prozent weniger als 2016.

Die Vitalität der Buchen hat sich gegenüber 2016 weiter verbessert. Der Anteil ohne Schäden hat sich um fünf auf insgesamt 61 Prozent verbessert. Die Kiefern haben ihren Kronenzustand erneut verbessern können. Der Anteil ohne Schäden ist um drei Prozent gestiegen, nur noch fünf Prozent weisen deutliche Schäden auf.

(red/lsc)