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| 02:38 Uhr

Sanierung von Airport Tegel würde eine Milliarde kosten

Berlin. Ein dauerhafter Betrieb des Berliner Flughafens Tegel auch nach der Eröffnung des geplanten Hauptstadtairports BER wäre aus Sicht des Flughafenchefs wegen hoher Sanierungskosten unwirtschaftlich. "Eine dann notwendige Grundsanierung würde mehr als eine Milliarde Euro kosten", sagte Engelbert Lütke-Daldrup am Dienstag bei einem Rundgang auf dem City-Airport aus den 1960er-Jahren. dpa/bl

"Allein für die Gebäude wären 550 Millionen Euro fällig, 350 Millionen Euro für die Erneuerung der Verkehrswege und 250 Millionen Euro für die Infrastruktur." Außerdem fielen bei einem Doppelbetrieb in Tegel und Schönefeld jährlich 100 bis 200 Millionen Euro Betriebskosten zusätzlich an.

Eine maßgeblich von der FDP getragene Volksinitiative hat einen Volksentscheid zum Weiterbetrieb erzwungen, bei dem die Berliner parallel zur Bundestagswahl am 24. September abstimmen können. Die Flughafengesellschaft ist wie die drei Eigentümer Berlin, Brandenburg und Bund für die Schließung von Tegel, wenn der Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld irgendwann eröffnet wird. "Wegen der geplanten Schließung haben wir Tegel jahrelang auf Verschleiß gefahren - das wird immer teurer und kritischer", sagte Lütke-Daldrup. "Wir fahren aber Tegel bewusst weiter auf Verschleiß - bis zur BER-Eröffnung." Tegel könne derzeit nur weiterlaufen, weil der Flughafen Bestandsschutz habe.

Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER ist seit fast sechs Jahren überfällig und bereits fünfmal verschoben worden. Inzwischen ist auch die geplante Eröffnung 2018 unsicher.