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S-Bahn-Linien-Comeback: Ostkreuz bis 2018 fertig

Die Deutsche Bahn will am Bahnhof Berlin-Ostkreuz mit ihren Bauarbeiten bis zum Herbst deutlich vorankommen.
Die Deutsche Bahn will am Bahnhof Berlin-Ostkreuz mit ihren Bauarbeiten bis zum Herbst deutlich vorankommen. FOTO: dpa
Berlin. Seit mehr als zehn Jahren sind am Verkehrsknotenpunkt Bagger und Baufelder zu sehen. Jetzt ist das Großprojekt bald vollendet. dpa/uf

Am Berliner Bahnhof Ostkreuz halten mehr Züge als an jedem anderen Bahnhof in Deutschland. Rund 552 000-mal im Jahr wird der Kreuzungsbahnhof im Stadtteil Friedrichshain angefahren.

Auf Platz zwei folgt dahinter der Bahnhof Friedrichstraße - auf Platz drei der Hamburger Hauptbahnhof. Seit 2006 baut die Bahn den Knoten grundlegend um und aus. Am Dienstag gab die Deutsche Bahn bekannt: Das Projekt liegt im Zeitplan. Noch in diesem Jahr soll es möglich sein, von Köpenick und vom Flughafen Schönefeld mit der S-Bahn wieder direkt in die Innenstadt zu fahren.

Ab 21. August soll die S3 von Erk-ner und Köpenick wieder in die Innenstadt fahren, ab 10. Dezember dann auch die S9 vom Flughafen. Ab Dezember sollen dann auch die Regionalzüge der Stadtbahn, etwa der Regionalexpress nach Frankfurt (Oder), am Ostkreuz halten.

Bevor es so weit ist, müssen die Fahrgäste in den Sommerferien aber erneut auf Busse umsteigen. Von Ende Juli bis zum 21. August fahren zwischen Lichtenberg und Ostkreuz keine S-Bahnen, ab Anfang August auch zwischen Karlshorst und Ostkreuz nicht. Am Wochenende 22./23. Juli fährt die S-Bahn sogar auf der gesamten Stadtbahn nur im Pendelverkehr oder gar nicht. Grund ist, dass neue Sicherungstechnik rund ums Ostkreuz in Betrieb geht.

Wenn die Regionalzüge auf der Stadtbahn ab August am Ostkreuz halten, soll ihr Halt in Karlshorst den Plänen zufolge entfallen. An die Bahn sei aber der Wunsch herangetragen worden, dass dort auch weiter Regionalzüge halten sollen. "Das prüfen wir gerade", sagte der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Berlin, Alexander Kaczmarek.

Ganz fertig sein soll der neue Bahnhof im Dezember 2018. Als letzter Baustein sollen dann auch die Regionalbahnen aus dem polnischen Kostrzyn (Küstrin) bis zum Ostkreuz fahren.

An zwölf Bahnsteigen halten dann acht S-Bahn- und acht Regionallinien. Insgesamt 500 Millionen Euro soll der Um- und Ausbau gekostet haben. "Diesen Kostenrahmen werden wir auch einhalten", sagte Bahn-Projektleiter Christian Welzel.