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Russland umwirbt Brandenburger Firmen

Moskau.. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat zum Abschluss seiner Russlandreise die Chancen für brandenburgische Unternehmen auf dem „Zukunftsmarkt“ betont.

"Wer das Feld hier nicht beackert, ist selber schuld", sagte Platzeck gestern in Moskau zum Abschluss seiner Reise in die russische Hauptstadt und das benachbarte Moskauer Gebiet. Für Brandenburgs Zukunftsbranchen Luftfahrt, Lo-gistik und die Autozulieferindustrie habe er gute Ergebnisse erzielen können.
Der Ministerpräsident rief Firmen seines Bundeslandes auf, sich stärker in Russland zu engagieren. "Ich glaube, dass die Erkenntnis da ist, die Kraft fehlt manchmal", sagte Platzeck. Seine Regierung versuche, die Wirtschaft durch die Bildung von Netzwerken zu unterstützen. Platzeck besuchte das Moskauer Gebiet als Partnerregion Brandenburgs sowie die Stadt Moskau.

"Platte" muss saniert werden
Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow lud brandenburgische Unternehmen ein, bei der Sanierung der Moskauer Plattenbauten mitzuwirken. Allein für das kommende Jahr stellt Moskau dafür nach Platzecks Worten umgerechnet eine Milliarde Euro bereit. "Herr Luschkow hat nochmals gesagt, dass er sich bessere Erfahrungsträger als Brandenburger Firmen kaum vorstellen kann", sagte Platzeck nach einem Treffen mit Luschkow gestern. Brandenburg habe die Sanierung im wesentlichen schon hinter sich. Der Moskauer Bürgermeister habe zudem dem Logistiknetzwerk des Bundeslandes angeboten, an der Planung und Bau eines Güterverkehrszentrums mitzuwirken.

Unternehmerforum eröffnet
Platzeck eröffnete am letzten Tag seiner Reise ein Unternehmerforum, das den Logistik- und Automobilzulieferunternehmen seines Landes den Zugang auf den russischen Markt erleichtern soll. Die Firmen hoffen, von dem im Bau befindlichen VW-Werk in russischen Gebiet Kaluga profitieren zu können. Platzeck traf dazu auch den Gouverneur von Kaluga, Anatoli Artamonow. Der VW-Konzern errichtet seit dem Jahr 2006 in Kaluga ein Automobilwerk mit 3500 Arbeitsplätzen. Die Region Kaluga liegt etwa 60 Kilometer von Moskau entfernt und hat rund eine Million Einwohner. "Die Logistik- und Automotive-Branche beweisen: Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Brandenburg hat ein Potenzial", sagte Platzeck zur Eröffnung. (dpa/mb)