Seit dem Tod des Schwarzen George Floyd in den USA wird Rassismus auch in Deutschland diskutiert. Die Herabwürdigung von Menschen anderer Herkunft ist auch in der Lausitz ein Problem. Davon berichten Betroffene in der Rundschau-Serie zum Thema Rassismus.

Diese Serie beleuchtet die unterschiedlichen Formen von Rassismus im Alltag. Meist geht es dabei um Diskriminierung in Form von beiläufigen Beleidigungen im Alltag – oft aber auch um Ungleichbehandlungen im Arbeitsleben. Diese Ungerechtigkeiten will die Rundschau mit dieser Serie sichtbar machen. „Rassismus ist weltweit ein Thema, das auch unseren Alltag berührt“, sagt Rundschau-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer. „Neue Lausitzer erleben oft Ausgrenzung, das müssen wir auch benennen.“ Man müsse zeigen, dass die Gesellschaft sich entwickelt und bunter wird. „Es sollte keine Rolle spielen, ob einer gefühlt sein ganzes Leben hier verbracht hat oder aus einem anderen Land zugezogen ist“, so Haustein-Teßmer.
Betroffene aus Cottbus erzählen So fühlt sich Rassismus in der Lausitz an

Cottbus

Im Fokus der Serie stehen dabei Menschen anderer Hautfarbe und die Beleidigungen und Benachteiligungen, die sie im Alltag erfahren.
Der Amerikaner Floyd wurde am 25. Mai bei einer Polizeikontrolle in Minneapolis getötet. Daraufhin kam es in mehreren Städten zu Ausschreitungen. Auch in deutschen Städten fanden sich Demonstranten zusammen.
Für Aufsehen sorgte auch eine Kolumne in der Berliner Tageszeitung „taz“. Darin prangert eine iranisch-stämmige Autorin rassistische Polizeigewalt an. Wegen dieser Kolumne mit dem Titel „All cops are berufsunfähig“ hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der Autorin mit Klage gedroht – sieht davon aber inzwischen ab.