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Rund 846 Millionen Euro EU-Fördermittel für das Land

Ministerpräsident Dietmar Woidke forderte Fortschritte bei der Energierwende.
Ministerpräsident Dietmar Woidke forderte Fortschritte bei der Energierwende. FOTO: dpa
Potsdam. Die neue Förderperiode der EU-Fonds hat begonnen. Gestern fand dazu der traditionelle Fördertag der Investitions- und Landesbank in Potsdam statt. Minister Albrecht Gerber nannte die EU-Mittel ein "Triebwerk für Wirtschaftswachstum und Wohlstand". Benjamin Lassiwe

Das Land Brandenburg erhält in der neuen, bis 2020 reichenden Förderperiode des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) rund 846 Millionen Euro zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung, des Fachkräftenachwuchses sowie der Umsetzung der Energiewende. "Europäische Fördermittel sind ein wichtiger Impuls für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes Brandenburg", sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) auf dem Brandenburger Fördertag der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Allerdings stünden in der laufenden Förderperiode dank der guten Entwicklung des Landes nur noch 56 Prozent der bisherigen Mittel zur Verfügung. Deswegen müssten die Mittel künftig passgenauer eingesetzt werden.

"Das zentrale Stichwort dabei ist die Innovationsfähigkeit", sagte Gerber. "Der Efre bleibt auch künftig ein Triebwerk für Wirtschaftswachstum und Wohlstand in unserem Land."

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach sich für mehr Investitionen in Innovation aus. Dies sei vor dem Hintergrund der überwiegend mittelständischen Brandenburger Wirtschaft nicht einfach: Dem Land fehlten die Forschungsabteilungen großer Konzerne.

"Wir müssen überlegen, wie wir den Technologietransfer von den Brandenburger Hochschulen in die Wirtschaft noch stärker voranbringen können", sagte Woidke. Weiterkommen müsse das Land auch bei der Energiewende. "Wir müssen dahin kommen, dass die Energiewende ökologisch, ökonomisch und sozial erfolgreich ist." Es müssten alle Möglichkeiten genutzt werden, um die erneuerbaren Energien zu zuverlässigen Energieträgern zu machen. "Noch sind diese Energien nicht zuverlässig, deswegen brauchen wir auch noch die Brandenburger Braunkohle."

Der Vorstandsvorsitzende der Investitions- und Landesbank, Tilmann Stenger, betonte, dass mit der neuen Förderperiode erstmals alle Förderungen, die aus Mitteln der EU kofinanziert sind, online beantragt werden könnten. "Erste Bewilligungen sind bereits herausgegangen."