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| 17:08 Uhr

Abschiebung und freiwillige Ausreise
Mehrere Tausend Flüchtlinge haben 2017 Brandenburg und Sachsen verlassen

ARCHIV - Ein Flüchtling sitzt am 10.10.2014 in einem Unterkunftszelt in seinem Bett.
ARCHIV - Ein Flüchtling sitzt am 10.10.2014 in einem Unterkunftszelt in seinem Bett. FOTO: Tobias Hase / dpa
Cottbus. Brandenburg und Sachsen haben 2017 nicht nur Flüchtlinge aufgenommen. Abgelehnte Asylbewerber sind auch in ihre Heimat zurückgekehrt. Manche gingen freiwillig, andere mit Zwang. Von Simone Wendler

Im vergangenen Jahr haben rund 1850 abgelehnte Asylbewerber Brandenburg wieder verlassen. Nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums gingen zwei Drittel davon freiwillig in ihre Heimatländer zurück. Ein Drittel wurde abgeschoben.

Zum Jahresende hielten sich in Brandenburg 11170 Asylbewerber auf, deren Verfahren noch nicht abgeschlossen waren. Rund 15000 hatten nach abgeschlossenem Asylverfahren eine Anerkennung als Flüchtling oder subsidiären Schutz erhalten. Beide Aufenthaltstitel sind zeitlich befristet.

Rund 6800 Menschen in Brandenburg waren zum Jahresende ausreisepflichtig. Rund 5600 davon hatten jedoch eine Duldung. Das bedeutet, dass ihre Abschiebung befristet ausgesetzt war. Gründe dafür können Krankheit oder auch fehlende Papiere sein.

Den Freistaat Sachsen verließen im Vorjahr rund 2250 Ausländer ohne Bleiberecht. Über 900 davon wurden nach Angaben der Landesdirektion Sachsen zwangsweise rückgeführt. Zum Jahresende waren in Sachsen rund 8000 ehemalige Asylbewerber ausreisepflichtig. Dazu kamen rund 2500 weitere Ausländer, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben. Ähnlich wie in Brandenburg hatten etwa zwei Drittel der Ausreisepflichtigen jedoch eine Duldung.Die größte Gruppe der „Geduldeten“ in Sachsen stellen rund 1400 Inder dar.