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Rund 20 000 Klagen von Beamten gegen das Land

Potsdam. Etwa jeder dritte Brandenburger Beamte streitet mit dem Land um seine Besoldung. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine "Kleine Anfrage" der CDU-Landtagsabgeordneten Björn Lakenmacher, Sven Petke und Steeven Bretz hervorgeht, die der RUNDSCHAU vorliegt, gibt es derzeit 7894 offene Verfahren wegen möglicherweise altersdiskriminierender Besoldung zwischen 2011 und 2013. iwe1

Mehr als 10 892 Widerspruchsverfahren gibt es zudem gegen eine 2008 erfolgte Sonderzahlung. Und rund 1200 Beamte in Polizei und Finanzverwaltung klagen auf eine Zulage, weil sie sich auf einem höherwertigen Dienstposten befinden, aber schlechter bezahlt werden.

Insgesamt gibt es in Brandenburg rund 34 000 Beamte. Gegenüber der RUNDSCHAU sprach Petke am Wochenende davon, dass man die hohe Anzahl der Widersprüchen und Klagen "mit Besorgnis" sehen müsse. "Die Landesregierung ist aufgefordert, die Wertschätzung der Arbeit ihrer Mitarbeiter deutlicher zu machen", sagte der CDU-Innenexperte. "Das Land Brandenburg braucht dazu ein tragfähiges Gesamtkonzept zur Entwicklung des öffentlichen Dienstes."