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| 01:38 Uhr

Rote-Adler-Orden für zwei Lausitzer

Potsdam. Mit dem Busunternehmer Günther Pietsch aus Schipkau und dem früheren Leiter der Rohrwerke in Schwarzheide, Sokratis Giapapas (beide Oberspreewald-Lausitz), sind am Montag in Potsdam gleich zwei Persönlichkeiten aus der Lausitz mit dem Verdienstorden des Landes geehrt worden. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) überreichte den Rote-Adler-Orden an insgesamt 13 Bürger. Von Alexander Fröhlich

Es ist die höchste Auszeichnung des Landes für außerordentliche Verdienste. Unter den Ordensträgern waren auch Prominente: Boxer Henry Maske, der sich mit der Stiftung “A Place for Kids„ für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt, der frühere nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Schnoor (SPD) für sein Engagement beim Aufbau der Landesverwaltung sowie Brandenburgs Ex-Kulturminister Hinrich Enderlein (FDP). Der Verdienstorden wird seit 2005 jedes Jahr am 14. Juni verliehen, an diesem Datum war 1992 die Landesverfassung durch einen Volksentscheid angenommen worden.

Die 13 Geehrten sagte Plat zeck vor 200 Gästen im Brandenburgsaal der Potsdamer Staatskanzlei: “Sie werden geehrt, weil sie nicht zusehen, sondern hinsehen, weil sie in schwierigen Zeiten nicht hadern, sondern handeln.„ Zwei Jahrzehnte nach seiner Wiedergründung habe das Land allen Grund zu Selbstbewusstsein und Stolz, sagte Platzeck. Dazu hätten auch die Ordensträger beigetragen. Sie hätten das Land seit 1990 vorangebracht, “Frauen und Männer der ersten Stunde, die seit 1990 mit Herz und Händen den Wandel gelebt und vorgelebt haben„.

Das trifft auch für Günther Pietsch und Sokratis Giapapas zu. Busunternehmer Pietsch sagte der RUNDSCHAU nach der Verleihung des Ordnens: “Ich war sprachlos, als ich davon erfahren habe. Ich sehe diesen Tag als Höhepunkt meines Lebens.„ Platzeck, der allen 13 Geehrten den Orden persönlich überreichte, sagte: “In der Niederlausitz kennt man sie als Sponsor, Antreiber und Förderer, sie sind immer auf Touren. Mit Ihnen ist die Niederlausitz immer gut gefahren.„ Geehrt wurde Pietsch, weil er sich “mit außergewöhnlichem Engagement für seine Heimatregion„ einsetze. Der 84-Jährige helfe nicht nur bei der Optimierung des Nahverkehrs und der touristischen Aufwertung der Region. Er sei auch als Unterstützer und Förderer unterwegs, wenn es um Klassenfahrten oder Verkehrserziehung gehe. Die ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit liege ihm ebenso am Herzen wie das kulturelle Leben. Seit 1991 befördert er in Eigeninitiative geistig behinderte Schüler der “Hand in Hand„- Förderschule in Senftenberg. Ans Aufhören denkt Pietsch nicht: “Mein Arzt sagt, so lange ich aktiv bin und Spaß bei der Arbeit habe, geht das.„

Auch Sokratis Giapapas, (73), will sich weiter engagieren. “Ich arbeite Tag und Nacht, habe noch so viele Projekte im Kopf, ich will den Menschen helfen, ohne die Arbeit verliere ich den Kontakt zu ihnen.„ Verdient gemacht hat sich Giapapas um die Chemie- und Kunststoffindustrie Brandenburgs, er war der erste Leiter der Niederlassung der Fränkischen Rohrwerke GmbH in Schwarzheide und hat die Branche voran gerbacht. Heute ist er als Spender und Stifter städtischer Vereine aktiv, im Beirat der Fachhochschule Lausitz, beim Beschäftigungspakt “ALTERnativen in der Lausitz„ und als “Botschafter 50plus„. Platzeck sagte: “Sie bejammern den demografischen Wandel nicht., sondern sie suchen einen Weg die vorhandenen Ressourcen bestens zu nutzen.„