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| 10:31 Uhr

Rocker schweigen nach Messerattacke vor Gericht

Potsdam. Nach der Messerattacke auf einen Rocker des konkurrierenden Clubs MC Gremium müssen sich drei Hells Angels wegen versuchten Mordes verantworten. Die Angeklagten schwiegen am Dienstag zum Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Potsdam. (dpa/bb)

Die Verhandlung wird von strengen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Einer der Angeklagten ließ über seine Verteidigerin erklären, der Tatvorwurf treffe nicht zu. Die 29 und 23 Jahre alten Männer sollen das Opfer am 25. Dezember 2011 in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Laut Anklage handelte es sich um einen Racheakt und eine Machtdemonstration.

Die Messerattacke gilt als Auslöser für einen Angriff von Rockern auf einen unbeteiligten 16-Jährigen am Silvesterabend 2011 vor einer Diskothek in Königs Wusterhausen. Rocker hatten den Schüler angegriffen, weil sie ihn für ein Mitglied der Hells Angels gehalten hatten. Bei der Attacke wurde der Jugendliche fast zu Tode geprügelt. Dieser Fall beschäftigt derzeit das Landgericht Cottbus. Angeklagt sind dort vier Rocker.