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| 13:24 Uhr

Flammenmeer bei Treuenbrietzen
Riesiger Waldbrand in Brandenburg gestoppt

Bei Treuenbrietzen: Ein Feuerwehrmann bekämpft den Waldbrand. Rund 600 Einsatzkräfte sind bei dem Feuer auf einer Fläche, so groß wie 400 Fußballfelder, im Einsatz.
Bei Treuenbrietzen: Ein Feuerwehrmann bekämpft den Waldbrand. Rund 600 Einsatzkräfte sind bei dem Feuer auf einer Fläche, so groß wie 400 Fußballfelder, im Einsatz. FOTO: dpa / Michael Kappeler
Treuenbrietzen. Die Feuerwehren haben im Großeinsatz bei einem Waldbrand auf 400 Hektar in der Nähe von Potsdam die Ausbreitung der Flammen vorerst gestoppt. Die Bewohner aus zwei evakuierten Dörfern sollen bald in ihre Häuser zurückkehren. Aber das Feuer bleibt gefährlich.

Der riesige Waldbrand südwestlich im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark südwestlich von Berlin ist nach Expertenmeinung unter Kontrolle. „Das Feuer breitet sich derzeit nicht weiter aus“, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel am frühen Samstagmittag.

Es gebe jedoch immer wieder offene Flammen und Glutnester. Die Feuerwehr versucht derzeit, über Schneisen tiefer in das Gebiet bei Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark zu gelangen und von dort aus zu löschen.

Der Brand hatte sich schnell von zunächst fünf auf zuletzt 400 Hektar Waldbrandgebiet ausgebreitet. „Ich hoffe, dass der Wind nicht wieder auffrischt“, sagte Engel weiter. „Die Lage ist stabil“, sagte auch der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), am Samstagmittag. Entwarnung könne man jedoch noch nicht geben.

Riesiger Waldbrand bei Treuenbrietzen FOTO: Jens Berger

Wenn sich die Witterung stark ändere, könnten die Flammen wieder auflodern. Rund 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und weiteren Rettungsdiensten waren am Samstagmittag noch im Einsatz.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind für den Vormittag Windböen um 55 Kilometern pro Stunde wahrscheinlich. Am Morgen war der Wind zunächst abgeflacht.

Die Evakuierung der beiden Dörfer Klausdorf und Tiefenbrunnen bleibe noch bis zum Mittag bestehen. Ursprünglich sollten die Bewohner bereits am Vormittag wieder in ihre Häuser zurückkehren dürfen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wollte sich am Samstag erneut ein Bild von der Lage machen. Wie die Staatskanzlei mitteilte, wollte Woidke am Nachmittag an der Einsatzstelle sein. Bereits am Freitag hatte der Ministerpräsident das Gebiet bei Treuenbrietzen besucht. Er habe vor Ort erlebt, wie die Menschen sich mit äußerstem Einsatz und bis zur Erschöpfung gegen die Flammen wehrten, sagte Woidke am Samstag: „Dafür mein Dank und meine Hochachtung.“

(dpa/oht)