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| 11:03 Uhr

Die Zukunft der Braunkohle
Kommission soll die Zukunft der Kohleregionen planen

Aus Sicht von Matthias Platzeck dürfen Entscheidungen für die Region - hier das Kraftwerk Jänschwalde - nicht übers Knie gebrochen werden.
Aus Sicht von Matthias Platzeck dürfen Entscheidungen für die Region - hier das Kraftwerk Jänschwalde - nicht übers Knie gebrochen werden. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Berlin . Die Kohlekommission steht. Drei Minister haben am Mittwoch Details verkündet. Zu den Mitgliedern gehören auch zwei Lausitzerinnnen.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ - die sogenannte Kohlekommission - eingesetzt. Vertreten sind neben der Politik auch Industrie- und Umweltverbände sowie Gewerkschaften. Das Gremium soll bis Ende Oktober einen Plan vorlegen, wie der Strukturwandel in den Braunkohleregionen gestaltet und finanziert werden kann. Bis Dezember sollen Vorschläge vorliegen, wie Deutschland möglichst nah an sein Klimaschutzziel für das Jahr 2020 herankommen kann.

Zu der Kommission gehören auch - wie bereits vorher schon bekannt war - zwei Lausitzer Vertreter: Christine Herntier, die Spremberger Bürgermeisterin und Sprecherin der Lausitzrunde, und Hannelore Wodtke von der „Grünen Zukunft Welzow“.

Die Kommission hat vier Vorsitzende und 24 Mitglieder. Ferner nehmen auch Mitglieder des Bundestages und Vertreter der Länder an den Sitzungen teil.

Die Vorsitzenden sind: Matthias Platzeck, Ronald Pofalla, Prof. Barbara Praetorius und Stanislaw Tillich.

Darüber hinaus hat die Kommission die folgenden 24 Mitglieder:

Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Antje Grothus, Gerda Hasselfeldt, Christine Herntier, Martin Kaiser, Steffen Kampeter, Stefan Kapferer, Prof. Dieter Kempf, Stefan Körzell, Michael Kreuzberg, Dr. Felix Matthes, Claudia Nemat, Prof. Dr. Kai Niebert, Prof. Dr. Annekatrin Niebuhr, Reiner Priggen, Katherina Reiche, Gunda Röstel, Andreas Scheidt, Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Dr. Eric Schweitzer, Michael Vassiliadis, Prof. Dr. Ralf Wehrspohn, Hubert Weiger und Hannelore Wodtke.

FOTO: dpa-infografik / dpa-infografik GmbH

Als Personen mit Rede-, aber ohne Stimmrecht werden drei Mitglieder des Deutschen Bundestages benannt: Andreas G. Lämmel, Andreas Lenz und Matthias Miersch.
Aus Sicht des früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) sollte sich die Kommission nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Platzeck, einer der vier Vorsitzenden der Kommission, sagte am Mittwoch im rbb-Inforadio, die Entscheidungen über den Strukturwandel in den Braunkohleregionen dürften nicht übers Knie gebrochen werden.

Er plädiere „dafür, bei aller Terminsetzung, die dieser Kommission vorgegeben wurde, immer auch zu sehen, dass es hier um das Schicksal von Zehntausenden Menschen geht“. Die Qualität der Arbeit stehe im Vordergrund. Die Interessen der Lausitz, einer Region, die vom Strukturumbruch „schon unheimlich gebeutelt“ worden sei, müssten hinreichend berücksichtigt werden.

(dpa/bl)