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| 09:57 Uhr

Rechtsextreme in Cottbus bereiten Verfassungsschutz Sorge

eilnehmer der NPD-Veranstaltung „Rock für Deutschland“ warten am 11.07.2009 in Gera auf Einlass in einen abgesperrten Park.
eilnehmer der NPD-Veranstaltung „Rock für Deutschland“ warten am 11.07.2009 in Gera auf Einlass in einen abgesperrten Park. FOTO: Jan-Peter Kasper (dpa-Zentralbild)
Potsdam/Cottbus. Der Raum Cottbus wird zu einem Problem. das geht aus dem am Freitag vorgestellten Verfassungsschutzbericht für Brandenburg hervor. Die rechtsextreme Szene sei "hochgradig gewaltorientiert". dpa/bob

Politische Extremisten haben in Brandenburg in allen Lagern im vergangenen Jahr deutlichen Zuwachs bekommen. Nach dem Verfassungsschutzbericht stieg die Zahl der registrierten Rechtsextremisten im Vergleich zum Vorjahr um 160 auf 1390. Auch die Zahl der Linksextremisten erhöhte sich leicht um zehn Personen auf 500. Außerdem zählte der Verfassungsschutz 100 Islamisten im Land, ein Zuwachs von 30 Personen. Auch die Zahl der Gewaltstraftaten von Rechts und Links ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen.

Rechtsextremistische Straftäter begingen 167 Gewalttaten, das sind 38 mehr als im Vorjahr. Dies sei die höchste Zahl seit 1993, mahnte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitag bei der Vorstellung des Berichts. Sorge bereite insbesondere die Entwicklung im Raum Cottbus. "Die dortige rechtsextremistische Szene ist hochgradig gewaltorientiert", warnte Schröter. Auch die Zahl der linksextremistischen Gewalttaten stiegt leicht um fünf Fälle auf insgesamt 53 - das ist der höchste bislang festgestellte Wert.