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| 01:01 Uhr

Prozess um Tod eines Russlanddeutschen fortgesetzt

Neuruppin.. Beim Prozess um den Tod eines Russlanddeutschen im Mai 2002 in Wittstock sind gestern während der Verhandlung zwei weitere Männer festgenommen worden.


Gegen beide bestehe Verdacht der Falschaussage und gegen einen von ihnen der Verdacht der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung, sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts Neuruppin.
Die Männer waren als Zeugen geladen, hatten am Tatabend in einem Auto mit den Angeklagten gesessen. Einer von ihnen hatte vier der fünf Angeklagten als Schläger benannt, aber auch eingeräumt, nach dem Vorfall Falschaussagen abgesprochen zu haben.
In dem Prozess geht es um eine brutale Schlägerei vor einer Diskothek im Ortsteil Alt Daber, wo ein 24-jähriger Russlanddeutscher getötet und sein Freund schwer verletzt worden war. Das Opfer starb 20 Tage nach dem Übergriff an den Folgen schwerster innerer Verletzungen und hinterlässt eine Frau und ein Kind. Die fünf 20 bis 22 Jahre alten Angeklagten müssen sich wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten (die RUNDSCHAU berichtete).
Von den fünf Angeklagten haben bisher drei vor Gericht zugegeben, auf die beiden Aussiedler eingeschlagen und -getreten zu haben. (dpa/wie)