ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:28 Uhr

Auftakt
Prozess gegen Fahrer von Schleuser-Lastwagen mit 51 Flüchtlingen

Der Lkw, auf dem 51 Menschen nach Deutschland geschleust wurden, wird am 16.09.2017 auf dem Gelände der Bundespolizei in Frankfurt (Oder) (Brandenburg) untersucht. Gegen den Fahrer des im Herbst auf der A12 in Ostbrandenburg gestoppten Schleuser-Lastwagens mit 51 Flüchtlingen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.
Der Lkw, auf dem 51 Menschen nach Deutschland geschleust wurden, wird am 16.09.2017 auf dem Gelände der Bundespolizei in Frankfurt (Oder) (Brandenburg) untersucht. Gegen den Fahrer des im Herbst auf der A12 in Ostbrandenburg gestoppten Schleuser-Lastwagens mit 51 Flüchtlingen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. FOTO: Patrick Pleul / dpa
Frankfurt (Oder). Der Fahrer des im Herbst in Ostbrandenburg gestoppten Schleuser-Lastwagens mit 51 Flüchtlingen kommt vor Gericht.

Die Anklage wurde zur Hauptverhandlung zugelassen, wie das Amtsgericht Frankfurt (Oder) mitteilte. Der Prozessbeginn ist demnach für den 20. Februar geplant.

Die Bundespolizei hatte den in der Türkei zugelassenen Lastwagen im September 2017 auf der Autobahn 12 bei Frankfurt (Oder) Richtung Berlin gestoppt. Auf der verschlossenen Ladefläche befanden sich Kinder, Frauen und Männer aus dem Irak und ein junger Syrer. Nach früheren Angaben der Bundespolizei mussten die Flüchtlinge dort sogar ihre Notdurft verrichten. Der türkische Fahrer soll die Fahrt zwei Tage vor der Entdeckung begonnen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Route von Rumänien über Ungarn, die Slowakei, Tschechien und Polen bis nach Deutschland führte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-Jährigen das Einschleusen von Ausländern vor. Der Angeklagte soll bereits im August 2017 eine Schleuserfahrt nach Deutschland unternommen haben. Sie ist auch Teil der Anklage.

(dpa/bob)