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Brandenburg
Prignitzer Jäger startet Petition zum Thema Wolf

Potsdam. (iwe) Im Bundestagswahlkampf trat der Jäger Mario Borchert als parteiloser Einzelkandidat an, um die Regulierung der Wolfsbestände voranzutreiben. Das Direktmandat im Wahlkreis Prignitz/Ostprignitz Ruppin verpasste er deutlich – doch während es in Berlin noch immer keine neue Bundesregierung gibt, bleibt der Wolf ein Thema für den Mann aus Damelack.

Schon im September hatte er beim Deutschen Bundestag eine Petition eingereicht, um den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen zu lassen. Seit dieser Woche nun ist diese Petition online mitzeichenbar: Wenn 50 000 Unterschriften von wahlberechtigten Bundesbürgern zusammenkommen, muss sich das Parlament mit dem Thema des Prignitzers befassen. „Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass in die Wolfsdebatte Vernunft hineinkommt“, sagt Borchert. Derzeit gebe es einen Wolfsmanagementplan ohne Grundlage und Ziele. Man wisse nicht, wie viele Wölfe tatsächlich in Brandenburg leben. Es fehle ein wildbiologisches Gutachten, das die Wolfsbestände in Ostdeutschland und Niedersachsen feststelle. „Wenn wir diese Faktenlage haben, wird automatisch das Ergebnis sein, dass der Wolf nicht mehr vom Aussterben bedroht sei“, so Borchert. Zudem setze er sich dafür ein, den Wolf ins Bundesjagdrecht aufzunehmen.