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| 15:02 Uhr

Potsdamer Stadtschloss an Landtag übergeben

Nach der symbolischen Schlüsselübergabe öffnet Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) am 10.10.2013 das Hauptportal des Landtages von Brandenburg. Nach einem dreimonatigen Probebetrieb werden die Abgeordneten und Mitarbeiter Mitte Dezember ihre neuen Büros beziehen. Foto: Bernd Settnik/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Nach der symbolischen Schlüsselübergabe öffnet Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) am 10.10.2013 das Hauptportal des Landtages von Brandenburg. Nach einem dreimonatigen Probebetrieb werden die Abgeordneten und Mitarbeiter Mitte Dezember ihre neuen Büros beziehen. Foto: Bernd Settnik/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: (dpa-Zentralbild)
Potsdam (dpa/bb) -. Landtagspräsident Gunter Fritsch hat das wiederaufgebaute Potsdamer Stadtschloss übernommen. Dort soll in gut zwei Monaten Brandenburgs Parlament einziehen. Mit Blick auf eine mögliche Länderfusion mit Berlin haben die Abgeordneten viel Platz.

Der Brandenburger Landtag hat das wiederaufgebaute Potsdamer Stadtschloss übernommen. Finanzminister Helmuth Markov (Linke) als Bauherr übergab am Donnerstag symbolisch den Schlüssel an Landtagspräsident Gunter Fritsch. „Der Landtag erhält ein wunderbares Gebäude, das die Demokratie voranbringt und dies auch die nächsten 200 bis 300 Jahre tun wird“, sagte Markov. Neben dem Parlament zieht auch der Landesrechnungshof in das Stadtschloss ein, das nach mehr als vier Jahren Bauzeit mit Kosten von rund 120 Millionen Euro fertiggestellt wurde.

Der Parlamentsneubau bringt den Brandenburgern laut Fritsch zweifachen Nutzen - als Ort der Debatten und als wiedererrichtetes Schloss. „Schlösser stehen 400, 500, 600 Jahre. Meint ihr nicht, dass wir bis dahin die Länderfusion mit Berlin hinkriegen?“, fragte der Landtagspräsident mit Blick auf den großzügig bemessenen Platz für die Parlamentarier in dem Neubau.

Im Hinblick auf einen möglichen neuen Anlauf für die im Jahr 1996 gescheiterte Länderfusion wurden Arbeitsplätze für 150 Abgeordnete eingerichtet. Derzeit sitzen im Landtag 88 Volksvertreter. Nach dem Willen Brandenburgs sollte ein gemeinsames Parlament beider Länder seinen Sitz in Potsdam haben. Zunächst nutzt der Landesrechnungshof die freien Büros. Dessen Präsident Christoph Weiser gab sich gelassen: „Ich bin zuversichtlich, dass ich bis zum Ende meiner Amtszeit nicht ausziehen muss - und die geht bis 2024.“

Zunächst wird der Neubau nun in einem zweimonatigen Probebetrieb getestet. Dazu gehört auch die Simulation von Debatten im Plenarsaal und in den Sitzungsräumen. Die Parlamentarier sollen dann Mitte Dezember vom alten Landtag auf dem Potsdamer Brauhausberg ins Stadtschloss umziehen. Mit einem großen Fest wird das Parlament am 18. und 19. Januar 2014 offiziell eröffnet.