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| 12:07 Uhr

Ausstellungen zeigen viele Facetten des Brandenburger Dichters
Ministerin hofft auf mehr Besucher im Fontane-Jahr

 Annette Schiffner, Dagmar Braun, Sabine Bernert und Yvonne Rinza vom Apothekenmuseum Cottbus führen durch die Fontane-Ausstellung, die bereits 3700 Gäste gesehen haben.
Annette Schiffner, Dagmar Braun, Sabine Bernert und Yvonne Rinza vom Apothekenmuseum Cottbus führen durch die Fontane-Ausstellung, die bereits 3700 Gäste gesehen haben. FOTO: LR / Julian Münz
Potsdam. Das Brandenburger Fontanejahr ist über einen längeren Zeitraum mit großem Aufwand vorbereitet worden. Kulturministerin Martina Münch hat eine erste Bilanz gezogen – und sie wünscht sich, dass noch mehr Menschen als bisher in die vielen Ausstellungen gehen. Von Benjamin Lassiwe

Nur rund 17 500 Menschen haben bislang die Leitausstellung „Fontane 200/autor“ zum Brandenburger Fontanejahr 2019 in Neuruppin besucht. Die Ausstellung, die am 1. April mit einem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Neuruppin eröffnet wurde, hat aus Sicht der Veranstalter trotzdem die Erwartungen erfüllt. „Von einer Fontane-Müdigkeit ist in Brandenburg keine Spur“, sagte Kulturministerin Martina Münch (SPD) am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Viele Menschen hätten Fontane für sich wiederentdeckt.

„Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Menschen in die Ausstellungen gehen und sich das anschauen“, sagte die Ministerin. „Aber meine Erwartungen sind übererfüllt.“ Für das Fontane-Jahr hat das Land im vergangenen Jahr rund 1,84 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Eine im Juni eröffnete Ausstellung im Brandenburger Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zählte bislang rund 2500 Besucher, eine Ausstellung über den Apotheker Fontane im Apothekenmuseum Cottbus kam bislang auf 3700 Gäste. Der Bürgermeister der 31 000 Einwohner zählenden Stadt Neuruppin, Jens-Peter Golde, berichtete, dass die Stadt im Jahr 2018 rund 5800 Besucher bei Stadtführungen zählte. In diesem Jahr könne man bereits 6000 Teilnehmer verzeichnen. „Wir werden es in eine Größenordnung kriegen, die man in den bisherigen Jahren nicht hatte“, sagte Golde. „Die Rechnung ist aufgegangen.“