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Potsdam: Landessozialgericht hat neue Chefin

Sabine Schudoma
Sabine Schudoma FOTO: MdJEV
Potsdam. (dpa/uf) Nach jahrelanger Vakanz ist das höchste Amt beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg wieder besetzt. Sabine Schudoma erhielt am Freitag in Potsdam ihre Ernennungsurkunde zur Präsidentin, wie das brandenburgische Justizministerium mitteilte.

Die Stelle war seit 2014 vakant, nachdem die vorige Präsidentin Monika Paulat in den Ruhestand gegangen war.

Die Neubesetzung der Position dauerte auch deshalb so lange, weil sich mehrere Verwaltungsgerichte damit befassen mussten. Ein Mitbewerber hatte versucht, Schudomas Ernennung zu verhindern, was ihm aber nicht gelang. Im Juni stellte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg fest, dass die Auswahlentscheidung nicht zu beanstanden sei.

Zu Schudomas beruflichen Stationen zählt die Präsidentschaft beim Berliner Sozialgericht (Ernennung 2004). Darüber hinaus wurde die 58-Jährige 2012 zur Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin berufen. Seit Sommer 2005 ist das Landessozialgericht das gemeinsame Fachobergericht der Länder Berlin und Brandenburg. Es entscheidet in Berufungsangelegenheiten. Seinen Sitz hat das Gericht in Potsdam.