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Potsdam: Kein formales Verfahren für neue Kreissitze

ARCHIV - Das Brandenburger Wappentier, ein weißer Adler, hängt am 06.10.2015 in der Lobby des Stadtschlosses in Potsdam (Brandenburg). Foto: Ralf Hirschberger/dpa (zu dpa „Brandenburger Landtag debattiert über Abschiebungen und Kreisreform“ vom 15.11.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Das Brandenburger Wappentier, ein weißer Adler, hängt am 06.10.2015 in der Lobby des Stadtschlosses in Potsdam (Brandenburg). Foto: Ralf Hirschberger/dpa (zu dpa „Brandenburger Landtag debattiert über Abschiebungen und Kreisreform“ vom 15.11.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbilkd)
Potsdam. Im Zuge der Brandenburger Kreisgebietsreform wird es kein formalisiertes Bewerbungsverfahren für Kommunen geben, die Sitz der Kreisverwaltung werden wollen. Das sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD) gestern gegenüber der RUNDSCHAU. Benjamin Lassiwe/iwe1

Die Entscheidung über die künftigen Kreissitze werde im kommenden Jahr im Landtag fallen. Allerdings können Kommunen, die Sitz der Kreisverwaltung werden möchten, durchaus ihr Interesse in Potsdam anmelden.

"Um dem Parlament fundierte Vorschläge für die künftigen Kreissitze unterbreiten zu können, ist das Innenministerium auf Informationen aus der kommunalen Familie angewiesen", sagte Lange. Bei den Überlegungen, welche Kommunen als Kreissitz in frage kommen, spielten zahlreiche Faktoren eine Rolle. "Wir wissen nicht in jedem Detail, welche Stadt welche Anforderungen erfüllen könnte", sagte Lange der RUNDSCHAU. Dabei gehe es beispielsweise um geeignete Gebäude oder vorhandene Infrastrukturen. "Wir müssen abwägen, welche Standorte am besten geeignet sein könnten." Deshalb seien entsprechende Informationen aus den Kommunen "wichtig und wertvoll."

In den letzten Wochen hatte es in zahlreichen Kommunen Debatten darüber gegeben, ob sie sich als Sitz der neuen Kreisverwaltung ins Gespräch bringen sollen. So hatten SPD und Linke in Cottbus den der Kreisreform kritisch gegenüberstehenden Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) explizit dazu aufgefordert, dafür zu kämpfen, dass Cottbus nach der Reform Sitz des fusionierten Landkreises Lausitz werde. Kürzlich war jedoch berichtet worden, dass sich etwa die bisherigen kreisfreien Städte förmlich um den Sitz der fusionierten Landkreise bewerben müssten.