Am besten so früh wie möglich – dazu rät Heike Hoffert, Leiterin Verbandsmanagement und Marketing beim Bundesverband Paket und Expresslogistik e.V., wenn es um die diesjährige Weihnachtspost geht. „Standard-Sendungen haben eine Regellaufzeit von ein bis zwei Werktagen innerhalb Deutschlands“, teilt Hoffert in einer Pressemitteilung mit.
Wegen der vielen Pakete vor den Festtagen, der Staus oder möglichen witterungsbedingten Beeinträchtigungen wie Schnee und Glatteis könne diese aber nicht immer eingehalten werden. Und wie in den vergangenen Wochen bekannt wurde, kommt es zum Beispiel bei der Deutschen Post auch ohne Weihnachten und Wetterveränderungen zu Zustellungsverzögerungen.
  • Wann also den Brief oder das Paket rechtzeitig losschicken, damit es an Heiligabend auch unterm Tannenbaum liegt?
  • Welche Tipps gibt Heike Hoffert vom Bundesverband Paket und Expresslogistik für eine sichere Sendung?

Pakete und Post für Weihnachten: Fristen von DHL, Hermes, DPD, UPS und GLS

Deutsche Post und DHL

Die Deutsche Post stand in den vergangenen Wochen in der Kritik, weil mancherorts Briefe wochenlang nicht zugestellt werden. Damit Briefe und Pakete pünktlich ankommen, setzt die DHL auf ihrer Website die Abgabefrist für Weihnachtspakete für den 20. Dezember 2022. Wird der DHL ExpressEasy-Versand gewählt, reicht auch der 21. Dezember. Wer eine Postkarte oder einen Brief zu Weihnachten verschicken will, hat mehr Zeit: Hier reicht die Abgabe am 22. Dezember. Wer mit der DHL Briefe oder Pakete ins Ausland verschicken will, muss früher dran sein:
  • Briefe und Postkarten ins europäische Ausland: Frist 14.12.
  • Briefe außerhalb Europas: 07.12.
  • Pakete nach Österreich, Tschechien, Niederlande, Polen, Belgien: 15.12.
  • Päckchen nach Frankreich und Italien: 14.12.
  • Service Premium für Nicht-EU-Länder: 20.12. für die Schweiz, 13.12. für Großbritannien und Nordirland
  • Weitere europäische Länder: 12.12.
Per DHL ExpressEasy-Versand kann ein Paket ins europäische Ausland auch bei einer Abgabe bis spätestens 21. Dezember noch rechtzeitig ankommen. DHL verweist aber darauf, dass die Laufzeiten abweichen können, zum Beispiel, wenn die Sendung statt in eine Großstadt in eine ländliche Region geht. Päckchen außerhalb Europas kommen mit DHL nur noch per Service Premium an, wenn sie bis zum 6. Dezember abgegeben werden.

Hermes

Der Paketzusteller Hermes legt fest, dass pünktliche Weihnachtspost bis spätestens 21. Dezember bei einem Paketshop abgegeben werden muss. Auch wenn das Paket von einem Hermes-Mitarbeiter zu Hause abgeholt wird, ist der 21. Dezember die Deadline. Soll ein Paket im Ausland rechtzeitig ankommen, variiert die Abgabefrist: Für eine Sendung nach Belgien zum Beispiel reicht die Abgabe bis zum 16. Dezember, für Rumänien muss das Paket schon bis zum 12. Dezember eingereicht sein. Wie lange ein Paket in welches Land (auch außerhalb der EU) genau braucht, ist hier nachzulesen.

DPD

Für Standardpakete gilt die Abgabefrist bis zum 21.Dezember. Der Stichtag via Expresssendung ist der 23. Dezember. Soll ein Paket ins Ausland, sollte dieses am besten vor dem 17. Dezember abgeschickt werden. Für alle Stichtage gilt: Abgabe vor 12 Uhr Mittag. DPD-Pakete können online bezahlt werden. Es gibt zwei Tarife: Beim „DPD Shop2Shop“ wird das Paket bei einem Pickup Paketshop abgegeben und auch dort wieder abgeholt. Beim Tarif „DPD Classic“ kann das Paket in einer Pickup Station abgegeben oder auch von einem DPD-Mitarbeiter zu Hause abgeholt werden.

GLS

Auch beim Paketdienst GLS gilt: Innerhalb Deutschlands sollten Pakete bis spätestens 21. Dezember bis 12 Uhr abgegeben werden. Für Sendungen in EU-Nachbarländer ist ein Tag weniger Zeit, in weitere EU-Länder sogar noch einer weniger: Hier ist die Abgabefrist der 19. Dezember.

UPS

Das Kurier-Express-Paket-Unternehmen UPS macht keine genauen Angaben zu Fristen für eine pünktliche Weihnachtssendung. Auf der Website ist es möglich, per Versandkostenrechner den rechtzeitigen Versand zu planen.

Tipps für den sicheren Versand von Paketen für Weihnachten

„Die Zustellerinnen und Zusteller behandeln Ihre Sendungen mit größter Sorgfalt“, teilt Heike Hoffert vom Bundesverband Paket und Expresslogistik mit. „Trotzdem sollten Sie auf eine stabile Verpackung achten, die das Gewicht und die Empfindlichkeit des Inhalts berücksichtigt.“ Heißt: Zerbrechliches, beispielsweise Schokoladenweihnachtsmänner oder Christbaumkugeln, sollten mit Luftkissenmaterial umwickelt werden. „Ein Warnhinweis wie ‚Vorsicht zerbrechlich‘ reicht leider nicht aus, da Ihr Paket immer mit anderen, teils sehr schweren Paketen unterwegs ist“, sagt Hoffert.
Die Versandkartons sollten außerdem intakt sein und wenn möglich Tragelaschen haben. Barcodes oder Anschriften von vorherigen Sendungen sollten nicht mehr sichtbar sein. Und: „Verzichten Sie darauf, den Versandkarton mit Geschenkpapier, Schleifen oder Paketschnur zu schmücken, da sich diese in den automatischen Paketsortieranlagen verfangen können.“