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| 01:28 Uhr

Poppe verlangt Konsequenzen aus Anhörungen der Enquetekommission

Brandenburg. Die Diktaturbeauftragte des Landes, Ulrike Poppe, hat Konsequenzen aus den Erkenntnissen gefordert, die sich aus den Anhörungen von früheren SED-Opfern in der Enquetekommission des Landtags ergeben haben. So verlangt Poppe, dass die Vertreter ehemaliger Insassen des sowjetischen Speziallagers in Sachsenhausen in den Stiftungsrat der Gedenkstättenstiftung des Landes aufgenommen werden. Johann Legner

Sie fordert weiter, dass die vom Landtag zu Ausstattung der Gedenkstätte des ehemaligen Gefängnisses Brandenburg-Görden bereitgestellten Mittel endlich genutzt werden. Auch sollten die dem Land aus dem ehemaligen SED-Vermögen zufließenden Gelder genutzt werden, „zur Erinnerung an die Verbrechen der kommunistischen Diktatur“.

Weiter verlangt sie eine denkmalgerechte Sanierung der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in der Potsdamer Lindenstraße. Poppe, die vom Landtag einstimmig in ihr Amt als Beauftrage zur Aufarbeitung der SED-Folgen gewählt wurde, sagt zur Begründung, „dass die Opfer der kommunistischen Diktatur unzureichend in den Entscheidungsgremien der Gedenkstätten vertreten sind.“

Ihre eigenen Erfahrungen würden in den Konzepten für Ausstellungen und Bildungsangebote fast nie berücksichtigt. Dies habe die Anhörung am Freitag im Landtag noch einmal deutlich gemacht. So hatten Vertreter von Opferverbänden berichtet, dass ihre Vorschläge und Wünsche von den Institutionen des Landes oft ignoriert werden.